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AfD vorn, SPD gerupft, CDU raus: Wie geht es weiter in MV?

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21.09.2026

Im Wahlkampf schien alles klar. SPD oder AfD - ein Zweikampf der beiden größten Parteien in Mecklenburg-Vorpommern, die sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen lieferten. Doch der Ausgang des Wahlabends hing an zwei anderen Parteien: Am Bündnis Sahra Wagenknecht und an der CDU. Beiden fehlten am Ende wenige Stimmen zum Einzug in den Schweriner Landtag. Unterm Strich steht ein dramatischer Befund mit weitreichenden Folgen.

Im vorläufigen Endergebnis lag die AfD mit 38,2 Prozent an Nummer eins. Die SPD von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig verpasste das Ziel, stärkste Kraft zu werden und kam auf 35,5 Prozent. Die Linke erreichte 6,5 Prozent, die Grünen 5,7 Prozent. Die CDU scheiterte erstmals in ihrer Geschichte bei einer Landtagswahl an der Fünf-Prozent-Hürde - mit 4,9 Prozent. Das erst 2024 gegründete BSW gewann zwar 4,8 Prozent, schaffte es aber auch nicht ins Parlament.

Was bedeutet das für die Regierungsbildung in MV?

Es reicht nicht mehr für die Fortsetzung des bisherigen rot-roten Bündnisses in Schwerin. Aber Schwesig kann wohl trotzdem weiter machen. Am wahrscheinlichsten ist die Bildung einer rot-rot-grünen Koalition. Ohne BSW und CDU im Landtag gibt es dort dafür eine Mehrheit. Die Grünen erklärten auch schon ihre Bereitschaft, sich an einer solchen Regierung zu beteiligen.

Der schlimmste Fall - ein Patt der verschiedenen politischen Lager und damit eine lange Hängepartie bei der Regierungsbildung - ist abgewendet, wenn auch nur knapp. Mit dem Einzug von BSW und CDU in den Landtag wäre eine Regierungsbildung wohl unmöglich geworden. Grund: Die CDU wollte........

© Südkurier