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Gesundheitsreform: Wenn die Operation gelingt, ist der Patient tot

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19.06.2026

Gesundheitsreform: Wenn die Operation gelingt, ist der Patient tot

Gesundheitsreform: Wenn die Operation gelingt, ist der Patient tot

Die geplanten Kürzungen im Gesundheitswesen würden Solingen mit beiden Kliniken hart treffen. Eigentlich müssten die Bürger gemeinsam mit dem Klinikpersonal demonstrieren, meint Kolumnist Stefan M. Kob.

Liebe Leserinnen und Leser!

Auf den ersten Blick wirkt es wie die übliche Folklore: Die Regierung will – oder muss – reformieren. Die Betroffenen sehen ihre Felle davonschwimmen, malen Plakate und demonstrieren gegen den Sparkurs. Das übliche, ermüdende Ritual eben.

Doch die gemeinsame Aktion der beiden Solinger Kliniken am Montag gegen die Einsparpläne der Bundesregierung im Gesundheitswesen ist ernst zu nehmen. Eigentlich müssten sich diesem Protest alle 165.000 Solingerinnen und Solinger Bürger anschließen. Denn in Wahrheit haben die Beschäftigten vor den Krankenhaustüren für uns Bürgerinnen und Bürger demonstriert.

Fantasielos und unterkomplex

Die fantasielose und unterkomplexe Sparkeule, mit der Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) die Krankenkassen jährlich um 19,6 Milliarden Euro entlasten will, würde die beiden Solinger Kliniken hart treffen. Dazu muss man – wie Frau Warken – gar kein Gesundheitsexperte sein, sondern lediglich den Matheunterricht in der Schule nicht komplett verpennt haben.

Wenn heute schon zwei Drittel aller Kliniken in Deutschland und NRW rote Zahlen schreiben, lässt sich leicht ausmalen, was Kürzungen und Sparvorgaben des geplanten Gesundheitsreformgesetzes in Höhe von 9 Milliarden im Klinikbereich bedeuten würden. Eine unkontrollierte Schließungswelle wäre die Folge.

Weit über die Hälfte aller NRW-Kliniken befindet sich in........

© Solinger Tageblatt