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Zur neuen Strategie im Busverkehr: Was zählt, ist die Verlässlichkeit

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03.03.2026

Zur neuen Strategie im Busverkehr: Was zählt, ist die Verlässlichkeit

KostenpflichtigKostenpflichtigZur neuen Strategie im Busverkehr: Was zählt, ist die Verlässlichkeit

Mit einem dichteren Takt auf den wichtigsten Buslinien wollen die Stadtwerke bei den Kunden punkten. Ausschlaggebend für den Erfolg sind aber nicht ambitionierte Planungen, sondern stabile Angebote, kommentiert ST-Redakteur Andreas Tews.

Solingen. Dichtere Taktungen im Linienbusverkehr sollen in Solingen dazu beitragen, dass die Verkehrswende vorankommt. Im neuesten Strategiepapier ist unter anderem von einem 7,5-Minuten-Takt auf den Linien 681 und 682 die Rede. Diese schiefe Zahl lässt vermuten: Dabei handelt es sich um einen Kompromissvorschlag.

Die 7,5-Minuten-Taktung kam nach einem Abwägen zwischen dem Gewünschten und dem Machbaren zustande.

Für den großen Wurf fehlt das Geld

Bei solchen Vorgängen wird immer wieder deutlich: Für ein deutlich verbessertes Busangebot, das dereinst doppelt so viele Fahrgäste wie bisher transportieren soll, fehlt schlicht und einfach das Geld.

Der große Wurf für eine Verkehrswende liegt in Form des Solinger Nahverkehrsplans zwar vor. Mehr als ein ambitionierter Plan ist dies allerdings nicht. Selbst die Überlegung mit der höchsten Priorität, ein 5-Minuten-Takt auf den O-Bus-Linien, ist aus Kostengründen nur utopisch. Ganz zu schweigen von Verbesserungen, die für nahezu alle Linien angedacht waren.

Konzentrieren auf das Machbare

Dies macht den Nahverkehrsplan zwar nicht zu einem überflüssigen Werk mit 170 Seiten. Solange es aber nicht deutlich mehr Geld für den Öffentlichen Personennahverkehr gibt, bleiben die Inhalte dieses Planes unerreichbar. Darum müssen sich die Planer bei den Stadtwerken und bei anderen Verkehrsbetrieben auf das Machbare konzentrieren.

KostenpflichtigNeue Strategie für den Busverkehr: Kommt der 7,5-Minuten-Takt?

Vor allem aber müssen sie dafür sorgen, dass die Fahrpläne auf Straße und Schiene verlässlich eingehalten werden. Gelingt das nicht, verfehlt der ÖPNV nicht nur das Ziel, die Fahrgastzahlen zu verdoppeln. Noch schlimmer: Dann werden die Kunden immer weniger.


© Solinger Tageblatt