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Gastbeitrag: Die transatlantischen Beziehungen sind nicht am Ende

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01.05.2026

Gastbeitrag Die transatlantischen Beziehungen sind nicht am Ende

Analyse | Berlin · Christoph Heusgen und Philip Murphy, beide Ex-Spitzendiplomaten aus Deutschland und den USA, üben scharfe Kritik am Regierungsstil von US-Präsident Trump und den Folgen für die Welt – und sehen doch Zeichen der Hoffnung auf beiden Seiten des Atlantiks.

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Die transatlantischen Beziehungen befinden sich in einer Krise. US-Präsident Donald Trump behandelt Europa als Gegner, droht mit der Annexion Grönlands und stellt Amerikas Verpflichtung zur Nato infrage. Er demütigt den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj im Oval Office, während er den russischen Präsidenten Wladimir Putin in Alaska herzlich willkommen heißt. Vizepräsident JD Vance wirft den Europäern vor, die Meinungsfreiheit zu untergraben, und bietet Ungarns Viktor Orbán, einem Vertreter der „illiberalen Demokratie“ und russischer Interessen, politische Unterstützung an. Solche Handlungen wären unter früheren amerikanischen Präsidenten undenkbar gewesen.

Im Inland zeigt sich ein ähnliches Muster. Der Präsident untergräbt die Gewaltenteilung, indem er Druck auf die Justiz ausübt, einen vom eigenen Lager kontrollierten Kongress an den Rand drängt und Bundesbehörden mit Loyalisten besetzt, während er erfahrene Beamte aus dem Staatsdienst entfernt. Politische Gegner werden verspottet, verleumdet und in rechtliche Auseinandersetzungen verwickelt. Er versucht, die Spielregeln von Wahlen zu seinen Gunsten zu verschieben,........

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