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Orbán dient sich Putin an. Kickl stört das gar nicht.

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10.04.2026

Weniger als acht Millionen Menschen sind bei der ungarischen Parlamentswahl an diesem Sonntag stimmberechtigt, und dennoch ist der Wahlgang ein geopolitisches Ereignis. Allein die Liste der Unterstützer des amtierenden – und neuerlich kandidierenden – Ministerpräsidenten Viktor Orbán verrät, dass sein Erfolg oder Misserfolg weit über Ungarn hinaus als enorm bedeutsam angesehen wird. Noch nie in der Geschichte der Europäischen Union wurde ein und derselbe Kandidat sowohl vom Kreml als auch vom Weißen Haus unterstützt – und das, obwohl Russlands Präsident Wladimir Putin zur selben Zeit in Europa einen Angriffskrieg führt.

Was hat das zu bedeuten?

Ohne formellen Akt und ohne offizielle Bekanntgabe hat sich ein internationaler Machtblock formiert, der Differenzen hintanstellt, wenn es darum geht, ein Ziel zu erreichen: die Europäische Union zu zerstören. Dazu gehören: Wladimir Putin, der wegen seines Angriffskrieges gegen die Ukraine von der EU mit Sanktionen belegt ist; Donald Trump, der in der EU einen strategischen Gegner sieht, der ihm in wichtigen Fragen Konter gibt – bei der........

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