Wenn Herbert Kickl zum Klimahysteriker und Feministen wird
Am 20. Juni beging die FPÖ in der Wiener Hofburg einen Festakt zum 70. Jahrestag ihrer Gründung. Der Festsaal war gut gekühlt, draußen herrschte die erste Hitze des Jahres. In seiner Ansprache legte Parteichef Herbert Kickl seinem Publikum das berühmte Zitat seines Lieblingsphilosophen Hegel ans Herz: „Das Wahre ist das Ganze.“ Bedeutet: Die Wahrheit ist erst komplett, wenn man alle Aussagen in einen systematischen Zusammenhang setzt.
Hegels Weisheit am Beispiel der aktuellen Aussagen der Geosphere Austria: Laut den Experten durchleben wir gerade „die niederschlagsärmste vergleichbare Periode seit zumindest 1961“, als die Aufzeichnungen begannen. Was diese Dürre so „außergewöhnlich“ mache, sei nicht ein einzelner Rekordmonat ohne Regen, „sondern die Dauer und Lückenlosigkeit des Defizits über mittlerweile ein halbes Jahr hinweg“. Die beobachtete Temperaturerhöhung (3,1 Grad Celsius im Alpenraum seit vorindustrieller Zeit) gehe „nicht auf natürliche Ursachen zurück, sondern wird zu praktisch 100 Prozent durch menschliche Aktivität verursacht“. Die Folgen für Österreich seien intensivere Hitzewellen, weniger Tage mit Schneebedeckung, das Verschwinden der Gletscher, Starkregen und Dürren, die heuer bereits einen Schaden von einer Milliarde Euro für die heimische Landwirtschaft verursacht........
