Liebste Feinde: Warum einige Dörfer ihre Nachbarn hassen – und weshalb ein Ziegenbock dagegen helfen könnte
Liebste Feinde: Warum einige Dörfer ihre Nachbarn hassen – und weshalb ein Ziegenbock dagegen helfen könnte
Wie kommt es, dass einige Dörfer gut miteinander auskommen, während in anderen die Dorfjugend auszieht, um ihre Nachbarn nachts an Bäumen anzubinden?
Es waren einmal zwei Dörfer. Sie hiessen Oberwurmbach und Unterwurmbach, zwischen ihnen schlängelte sich der Wurmbach. Die Dörfer lagen in tiefem Streit, denn regelmässig überquerten Kühe den Wurmbach, um Gras am anderen Ufer zu fressen. Dieses ist bekanntlich ja immer grüner.
So beginnt ein Kinderbuch von Ursula Wölfel. Darin geht es um den frechen Ziegenbock Julius und zwei verfeindete Nachbardörfer.
Dorffeindschaften gab es immer schon und überall. Aber es ist doch erstaunlich, dass einige Gemeinden friedlich nebeneinanderher leben, Wasserversorgung und Feuerwehr teilen, während andere sich nicht ausstehen können. Woran könnte das liegen?
Meine Vermutung ist, dass die Lage besonders dann heikel ist, wenn die Dörfer gleich heissen. So weiss ich von meiner Familie, dass das Aargauer Oberkulm kritisch auf Unterkulm blickt. Gleiches gilt auch für Ober- und Unterentfelden.........
