Inkonsequente Geheimdienstkritik
Als kürzlich der konservative Staatsminister für Kultur und Medien, Wolfram Weimar, drei linke Buchläden von der Verleihung des Deutschen Buchpreises ausschließen wollte, weil diese vom Verfassungsschutz (VS) beobachtet werden, war die Empörung groß. Und zwar nicht nur in der Linken, sondern auch in der Mainstream-Öffentlichkeit. Dabei wurde der VS über die letzten Jahre bis weit in linksliberale Kreise hinein geradezu zum Garanten der Demokratie aufgewertet. So wird bei Berichten über die AfD und deren Jugendorganisation – übrigens auch von linken Medien – zumeist der Hinweis unterschlagen, dass es der Verfassungsschutz ist, der diese als »rechten Verdachtsfall« beziehungsweise als »gesichert rechtsextremistisch«........
