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Manzambi, Vargas und die Macht religiöser Gesten

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07.07.2026

Manzambi, Vargas und die Macht religiöser Gesten

Von Josef Hochstrasser*

Die Kreuzgeste unserer Nationalspieler sorgt für Applaus und Kritik zugleich. Theologe Josef Hochstrasser plädiert für Religionsfreiheit auf dem Fussballplatz – warnt aber davor, die Botschaft evangelikaler Freikirchen unkritisch zu übernehmen.

Johan Manzambi und Ruben Vargas kreuzen bei der FIFA Weltmeisterschaft 2026 ihre Finger zu einem Kreuz.

Die beiden Schweizer Nationalspieler Johan Manzambi und Ruben Vargas geben zu reden. Nicht nur wegen ihrer genialen Tore, welche die ganze Fussballschweiz elektrisieren, auch wegen ihrer Religion . Keine Geste erhitzt die Gemüter so sehr wie die nach einem gewonnenen Spiel an der WM zu einem Kreuz geformten Finger zu Ehren Gottes, dem Zentrum ihres Lebens. Die einen nervt diese Glaubensbezeugung, andere beklatschen sie. Dritte lässt sie kalt.

Bedeutende Fussballspiele bieten immer wieder Nährboden für unterschiedlichste Manifestationen. 1995 boten die Schweizer Fussballer eine politische Demonstration. Vor dem WM-Ausscheidungsspiel gegen Schweden in Göteborg entrollten sie während der Nationalhymne ein Plakat. Darauf stand: «Stop it, Chirac». Die Mannschaft protestierte damit gegen den französischen Präsidenten Jacques Chirac, der im Mururoa-Atoll Atomversuche durchführen liess.

Drahtzieher des politischen Statements der........

© Luzerner Zeitung