Das Abkommen mit dem Iran bestätigt das Scheitern der USA
Das Abkommen mit dem Iran bestätigt das Scheitern der USA
Die USA und der Iran haben eine Vereinbarung zur Verlängerung des Waffenstillstands und zur Wiederöffnung der Straße von Hormus bekannt gegeben. Trump stellt dies als Erfolg dar, doch er hat keines der zu Beginn des Konflikts verkündeten Ziele erreicht. Er geht als Verlierer aus dem Krieg hervor, den er selbst entfesselt hat.
Die USA und der Iran haben am Sonntag eine Absichtserklärung bekannt gegeben, um den seit dem 8. April geltenden Waffenstillstand um 60 Tage zu verlängern, die Straße von Hormus wieder zu öffnen und die Grundlagen für künftige Verhandlungen zu schaffen. Es handelt sich nicht um ein endgültiges Friedensabkommen; vorerst wird damit ein Konflikt eingefroren, der am 28. Februar begann und Tausende von Toten gefordert hat. Wie so oft bei Ankündigungen von Donald Trump kursieren auch über den Inhalt der Vereinbarung unterschiedliche Versionen und Interpretationen. Klar ist bislang nur das Datum der Unterzeichnung (Freitag, 19. Juni, in der Schweiz) und das Versprechen einer Einstellung der Feindseligkeiten „an allen Fronten“.
Die Ankündigung erfolgte zunächst durch Pakistan, das als Vermittler fungiert. Sein Premierminister, Shehbaz Sharif, schrieb auf Twitter, dass „ein Friedensabkommen zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika und der Islamischen Republik Iran erzielt wurde“ und dieses am Freitag in der Schweiz besiegelt werde. Dann war Teheran an der Reihe: Der stellvertretende Außenminister Kazem Gharibabadi bestätigte, dass der Text des Memorandums „bereits fertiggestellt“ sei, stellte jedoch........
