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FU Berlin: „Man kann auch scheinbar aussichtslose Kämpfe gewinnen, wenn man sich gut vorbereitet“

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07.08.2026

FU Berlin: „Man kann auch scheinbar aussichtslose Kämpfe gewinnen, wenn man sich gut vorbereitet“

Interview mit Claudius Naumann, der viele Jahre lang als kämpferischer Gewerkschafter in der ver.di-Betriebsgruppe und im Personalrat an der FU Berlin aktiv war.

Es handelt sich bei diesem Artikel um die Zusammenfassung eines längeren Gesprächs. Hier geht es zum vollständigen Interview.

Lieber Claudius, heute endet mit Deinem Renteneintritt ein langer Abschnitt an der Freien Universität. Wie lange warst Du an der FU beschäftigt und welche Verbindung hattest Du schon zuvor zur Universität – etwa als Student? 

1981 kam ich zum Studium der osteuropäischen Geschichte an die FU nach Westberlin, später wechselte ich zur Iranistik. Seit 1995 war ich am Institut für Iranistik fest beschäftigt und arbeitete an der Schnittstelle von Wissenschaft und IT – vom Aufbau der elektronischen Datenverarbeitung bis zur Betreuung wissenschaftlicher Publikationen.

Meine Tätigkeit hat mir gezeigt, wie unsinnig die Spaltung beziehungsweise Hierarchisierung zwischen wissenschaftlichen und sogenannten „sonstigen“ Beschäftigten ist. Es gibt nicht „wichtige“ und „unwichtige“ Beschäftigte; alle sind gleich wichtig für das Funktionieren unseres Betriebs.

Du hast die Entwicklung der FU über Jahrzehnte erlebt. Was hat sich am stärksten verändert?

Die FU ist heute viel stärker den Interessen von Staat und Kapital untergeordnet als früher. Forschung hängt angesichts der chronischen Unterfinanzierung zunehmend von Drittmitteln ab, wodurch staatliche und industrielle Geldgeber immer stärker bestimmen, was er- und wie geforscht wird. In Zukunft werden dabei die Erfordernisse der Herstellung der „Kriegstüchtigkeit“ zur maßgebenden Größe werden. Gleichzeitig wird die Universität selbst zusehends wie ein Unternehmen geführt: Arbeitsverdichtung, Flexibilisierung, Outsourcing und so weiter prägen den Alltag. Auch die Situation der Studierenden hat sich verschlechtert. Bachelor und Master bedeuten mehr Leistungsdruck, während steigende Mieten und Lebenshaltungskosten ein Studium ohne finanzielle Unterstützung für viele kaum noch ermöglichen.

Wie hast du die Studierendenbewegung erlebt?

Für mich war als gewerkschaftlich aktiver Beschäftigter klar, dass Beschäftigte und Studierende nur........

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