Nach Brandanschlag in Berlin: Dobrindts Vergeltungsschlag gegen Linke
Nachdem ein Brandanschlag auf Stromkabel in Berlin 45.000 Haushalte fünf Tage lang von Strom, Heizung, Internet und Mobilfunk trennte, kündigte Innenminister Dobrindt einen Vergeltungsschlag an, um die „linksextremistischen“ Szene besser überwachen zu können. Allerdings bestehen Zweifel, ob tatsächlich eine linke Gruppe für den Stromausfall verantwortlich war oder ob der Vorfall genutzt wird, um Angst vor „Linksextremismus“ zu schüren und Überwachung auszuweiten.
Nachdem der Brandanschlag zehntausende Haushalte in Berlin vom Strom abschnitt, kursierten bald in allen großen Zeitungen Meldungen über ein Bekennerschreiben der Vulkangruppe zur Tat. Mit dem Titel „Fossile Kraftwerke abschalten ist Handarbeit. Nur Mut. Militante Neujahrsgrüße 2026.” bekannte sich die Gruppe auf indymedia zur Tat und entschuldigte sich für „Unannehmlichkeiten des nicht wohlhabenden, auf Hilfe angewiesenen Teils der Bevölkerung”, während sich ihr Mitleid „[f]ür die Besitzer:innen der vielen Villen, für die Immobilienfirmen, die Botschaften und andere elitäre Reiche in der Gegend” in Grenzen halte: „Die Reichen und ihre egozentrische, unsoziale Lebensweise zerstören gerade den Planeten.” Diese Meldung wurde bundesweit in unzähligen Artikeln verbreitet und diskutiert.
Als allerdings am 07.01 ein anderes Schreiben veröffentlicht wurde, in welchem die Vulkangruppe sich von den Anschuldigungen distanzierte und angab, sich bereits 2014 aufgelöst zu haben, fand dies kaum Beachtung in den bürgerlichen Medien. In diesem Text gibt die Vulkangruppe an, nichts mit dieser oder anderen Taten der letzten Jahre zu tun zu haben: „Wir melden uns, weil in unserem Namen gesprochen wird, gehandelt wird, veröffentlicht wird, ohne dass es unser Handeln ist. Die Texte und........
