Solidarität mit der Linken Neukölln: Palästinasolidarität ist kein Antisemitismus
Solidarität mit der Linken Neukölln: Palästinasolidarität ist kein Antisemitismus
Nach einem Auftritt des Rappers Dahabflex auf einer Veranstaltung der Linken Neukölln, hetzt die bürgerliche Presse und die eigene Parteiführung. Das Ziel: Regierungsfähigkeit.
Am Samstag fand in Neukölln eine Wahlkampfveranstaltung der Partei Die Linke statt, unter dem Motto „Wütend auf den Kapitalismus!“. Neben einigen linken Aktivist:innen und Künstler:innen trat auch der palästinasolidarische kurdische Rapper Dahabflex auf.
Der Tagesspiegel veröffentlichte am Sonntag einen Artikel, in dem sie dem Rapper „offenen Judenhass“ vorwerfen, da in dem Song „Stop the Genocide!“ „Yalla Yalla Intifada“ und „Death to the IDF“ gesungen wurde. Die Vorwürfe sind an den Haaren herbeigezogen. Widerstand gegen Genozid und einen siedlerkolonialen Staat zu leisten hat nichts mit Antisemitismus zu tun.
Intifada ist der arabische Begriff für Aufstand oder Revolte. Viele Aufstände im arabischen Raum tragen diesen Namen, aber am Bekanntesten ist wohl der palästinensische Aufstand 1987, der heute als “erste Intifada” bezeichnet wird. Angesichts des massiven Siedlungsdrangs der Zionist:innen, die Anzahl der Siedler:innen stieg von 1975 bis 1985 von 2.500 auf 60.000, gab es Aufstände insbesondere von jungen Palästinenser:innen, die sich bewaffnet mit Molotvcocktails und Steinen, israelischen Soldaten in den Weg stellten. Inspiriert von ihrem heroischen Kampf steckten sie breite Teile der palästinensischen Massen an, unter der Führung der PLO und Yassir Arafats trat die palästinensische Bevölkerung in den Generalstreik und verteidigte sich auch weiter militärisch. Israel antwortete mit brutaler Repression, zum Beispiel der Anordnung des israelischen Verteidigungsministers Yitzak Rabin, Palästinenser:innen “alle Knochen zu brechen”, was die Armee auch gnadenlos........
