Regierungskritiker des Tages: Herbert Grönemeyer
Droste wusste es früh: Grönemeyer kann nicht tanzen. Was den Mann, der ganze Sätze in einer Silbe zusammenziehen konnte, nicht davon abhielt, eines seiner Lieder »Tanzen« zu nennen. 1986 erschienen auf der LP »Sprünge«, die neben Rillensprüngen auch einige Gedankensprünge bereithielt. Der Song zeichnet ein finsteres Deutschland. Bissl schlicht und irgendwie auch bissl drüber, scheint der Text heute fast aus dem Leben gegriffen: »Mit unsren Waffen könn sich Völker ausradieren«, »wir atmen auf, es stirbt der Wald«, »Asylanten weisen wir vor unsere Schranken«, »Wir singen wieder unsere Hymne, unsere Lieder, die Fahne flattert frei im Wind«, »Wir wollen uns trennen........
