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Ein politisches Problem

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Geht man zweieinhalb Jahrtausende zurück, stößt man auf irritierende Diagnosen. Für Platon war der Untergang der Bildung gerade mit dem verbunden, was heute als ihr Inbegriff gilt. Der Philosoph fürchtete im Aufkommen der Schrift ein Auslagern von Inhalten und damit von beständiger Denkanstrengung. Das Buch als Untergang der Kultur. Seine Angst vorm Bildungsverlust war bloß die Angst vorm neuen Medium. Enzensberger in »Mittelmaß und Wahn« sah es lockerer. Sekundärer Analphabetismus und neuere Form der Ignoranz bezeigten ihm vielmehr ein Wissen, das zur Umwelt der jungen Generationen passt.

Mittelmaß. Das Stichwort wird auch dieser Tage wieder in die Kanäle gespült. In einem Interview mit dem Handelsblatt geben Julia Bielenberg, Christian Graef und Thilo Schmid, leidende Angestellte des Verlags Oetinger, Disparates zu Protokoll. Einerseits mache ihnen das Schwinden des Mediums Buch keine Sorgen, man reagiere mit interaktiven Produkten. »Geschichten kann man........

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