Netanjahus Kehrtwende im Wahlkampf
03. August 2026 – 20. Aw 5786
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Netanjahus Kehrtwende im Wahlkampf
Premier Netanjahu will sich offenbar von den Haredim distanzieren, um gemäßigte Likud-Wähler zurückzugewinnen
Ein Dokument, das angeblich Äußerungen von Premierminister Benjamin Netanjahu zusammenfasst, kursiert in Likud-WhatsApp-Gruppen und deutet auf eine neue Wahlkampfstrategie der konservativen Regierungspartei hin. Dem Dokument zufolge distanziert sich Netanjahu von dem umstrittenen Gesetz zum Schutz ultraorthodoxer Wehrdienstverweigerer und verspricht, nach der Wahl ein umfassendes Wehrpflichtgesetz einzubringen, das den Bedürfnissen der israelischen Armee (IDF) entspricht.
Wer nicht die Tora studiere, werde entweder eingezogen oder inhaftiert, habe Netanjahu angeblich wissen lassen. Die durchgesickerten Äußerungen spiegeln den Versuch des Likud wider, sich von einer der unpopulärsten Entscheidungen der Regierung zu distanzieren.
Gesetz sollte Verhaftung von Verweigerern verhindern
Vor der Auflösung der Knesset verabschiedete Netanjahus Koalition mehrere Gesetze, die ihren ultraorthodoxen Partnern, Schas und Vereinigtes Tora-Judentum, zugutekamen. Dies geschah im Rahmen eines politischen Deals, der die Unterstützung der Justizreform im Gegenzug für deren Zustimmung vorsah. Darunter befand sich ein Gesetz, das die Verhaftung von Haredi-Männern, die sich dem Militärdienst entziehen, verhindern sollte. In einem anderen geht es um die Aufhebung der Reform der Kaschrut-Zertifizierung und des Grundgesetzes zum Tora-Studium, das Jeschiwa-Schülern einen Sonderstatus einräumt,........
