Keine Dollar, keine Euro mehr - „alles leer“
04. Juni 2026 – 19. Siwan 5786
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Keine Dollar, keine Euro mehr - »alles leer«
Der Ansturm auf Devisen bringt Geldwechsler in Israel in Bedrängnis – selbst Banken haben Schwierigkeiten beim Nachschub
Vor seinem Schalter stehen immer wieder Kunden. Manche wollen Dollar für die Sommerreise kaufen, andere Euro. Doch Moshe Biton muss sie enttäuschen. »Ich schicke die Leute wieder weg«, sagt der Geldwechsler aus Tel Aviv. »Meine Kassen sind leer.« Was zunächst wie ein lokales Problem eines einzelnen Geschäfts klingt, macht sich landesweit bemerkbar.
Nach Angaben von Wechselstubenbetreibern und Berichten israelischer Medien sind Fremdwährungen in Israel derzeit ungewöhnlich knapp. Besonders Dollar und Euro sind stark gefragt. Selbst britische Pfund würden inzwischen sofort aufgekauft.
Für Biton hat die Entwicklung existenzielle Folgen. Sein Geschäftsmodell basiert auf dem Umtausch von Währungen. Für jede Transaktion erhält er eine Gebühr. Doch wenn keine Devisen mehr vorhanden sind, kann er auch nichts verkaufen. »Mein Geschäft ist kaputt«, sagt er.
Bank of Israel weist Eindruck von Devisenknappheit zurück
Regelmäßig versuche er, bei Banken neue Bestände an Fremdwährungen zu beschaffen. Doch die Antwort sei immer dieselbe: Es gebe nichts mehr. Auch aus dem Bankensektor werden inzwischen Engpässe gemeldet. Nach Informationen in israelischen Medien berichten mehrere Geschäftsbanken von sinkenden Bargeldbeständen in ausländischen Währungen.
Die Bank of Israel weist allerdings den Eindruck einer landesweiten Devisenknappheit zurück. Die Versorgung der Wechselstuben mit Fremdwährungen liege in der Verantwortung der Geschäftsbanken und nicht der Zentralbank, erklärte die Notenbank. Man sei sich keiner allgemeinen Knappheit von Fremdwährungsbeständen bewusst. Falls es Schwierigkeiten bei der Beschaffung von Bargeld gebe, handle es sich offenbar um lokale oder punktuelle........
