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Kampfpilot weist Vorwürfe von „Naza“ zurück

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17.09.2026

17. September 2026 – 6. Tischri 5787

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Kampfpilot weist Vorwürfe von »Naza« zurück

Ein ehemaliger Kommandeur einer Luftwaffenbasis widerspricht der Darstellung, die Armee nehme den Tod von Zivilisten bewusst in Kauf. Zugleich verteidigt er die kritische Auseinandersetzung mit dem Militär

Auch in der israelischen Armee wird die Dokumentation »Naza« diskutiert. Nachdem Generalstabschef Eyal Zamir ankündigte, eine Besprechung zu dem Film einberufen zu wollen, äußerte sich am Donnerstag auf der israelischen Nachrichtenseite Ynet ein Kampfpilot zu den Vorwürfen. A. widerlegt die Behauptung, dass die IDF den Tod von Hunderten von Zivilisten in Kauf genommen oder sie sogar absichtlich ins Visier genommen habe. Doch er macht gleichfalls klar, dass er auf die Filmemacher »nicht wütend« sei.

A., wie er in dem Bericht von Itamar Eichner bei Ynet genannt wird, ist ein israelischer Pilot des 101. Luftwaffengeschwaders, der »Tausende von Luftangriffen in allen erdenklichen Einsatzgebieten flog« und nach eigener Aussage bis vor etwa einem Jahr die Luftwaffenbasis Ramat David kommandierte.

Er habe den Film nicht gesehen und die Aussagen nicht vollständig gehört. Und doch, meint er: »Wer einen Prozess, dessen einziger Zweck darin besteht, Wahrheit, Transparenz, Dilemmata und moralische Fragen so präzise wie möglich darzustellen, in den Vorwurf umdeutet, wir hätten absichtlich versucht, Zivilisten zu schaden, handelt auf zynische Weise.«

Der Feind trenne Zivilbevölkerung nicht von Terror-Infrastruktur

Laut A. handele es sich bei dem, was man kurz »Kollateralschaden« nennt, in Wirklichkeit um eine ganze Kampfdoktrin. »Der Feind«, erklärte der Kampfpilot, »trennt die Zivilbevölkerung nicht von der terroristischen Infrastruktur, sondern tut alles, um sie gezielt miteinander zu verbinden. Die Rakete befindet sich im Schlafzimmer, das Waffenlager im Kinderzimmer, das Hauptquartier in einem Stockwerk eines dicht besiedelten Wohnhauses, und das Krankenhaus dient als Hauptquartier. Das........

© Juedische Allgemeine