Israel hat seine Zukunft zurück
Gestern noch bin ich an einem Plakat mit dem Porträt von Ran Gvili vorbeigegangen. Es stand im Vorraum einer Arztpraxis. Ich hielt kurz inne, schaute in sein Gesicht und, ich gestehe, konnte den Gedanken nicht verdrängen, dass er wohl für immer verschollen bleibt.
Meine düsteren Gedanken haben sich glücklicherweise nicht bestätigt. Am frühen Montagabend kam er endlich nach Hause zurück. Nach 843 endlosen Tagen.
Mit der Rückführung seines Leichnams aus der Gewalt der Hamas kann Israel zum ersten Mal seit über zwei Jahren richtig durch- und auch wieder aufatmen. Nicht, weil der Schmerz über die Verluste des 7. Oktobers weniger geworden wäre - aber weil die quälende Schwebe nun wirklich ein Ende hat. Weil es keinen einzigen Namen mehr gibt, der zwischen Hoffen und Verzweifeln hängt. Keine Familie mehr, die im Ungewissen ausharren muss. Die letzte Geisel ist aus der Hölle von Gaza zurückgekehrt.
Und damit auch die Möglichkeit, das Trauma hinter sich zu lassen und zu neuem Mut zu finden. Denn seit dem Schwarzen Schabbat, als........
