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„Ritualmordlegende“ - „Pflicht, Fragen zu stellen“: Israel streitet über „Naza“

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14.09.2026

14. September 2026 – 3. Tischri 5787

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»Ritualmordlegende« - »Pflicht, Fragen zu stellen«: Israel streitet über »Naza«

Während Rechte den Film über den Gaza-Krieg als Verleumdung verurteilen, verteidigen Linke das Recht auf Kritik. Armee weist zentrale Vorwürfe zurück

Der Film »Naza« der Filmemacher Yuval Abraham und Rachel Szor sorgt nicht nur im Ausland für extreme Reaktionen. Auch in Israel, der Heimat von Abraham und Szor, schlägt er hohe Wellen.

Der ehemalige Premierminister Naftali Bennett bezeichnete »Naza« als »Ritualmordlegende«. Besonders schmerzhaft und empörend sei es, dass diese Lüge von israelischen Filmemachern stammt und nun weltweit verbreitet werde, schrieb er nach der Filmpremiere bei den Filmfestspielen von Venedig auf X. Am Samstag wurde »Naza« dort mit dem Spezialpreis der Jury ausgezeichnet.

»Wenn Israel der Bevölkerung von Gaza schaden wollte, würden wir unsere Söhne und Töchter nicht in den Häuserkampf schicken – durch Gassen und Tunnel, unter dem schrecklichen Preis, dass unsere eigenen Soldaten getötet und verwundet werden«, argumentiert Naftali Bennett. »Der Krieg in Gaza ist schrecklich. Der Tod jedes Kindes ist eine Tragödie«, fährt Bennett fort. »Aber ein schrecklicher Krieg ist kein Völkermord.«

Kulturminister Miki Zohar vom Likud ging noch weiter. Er bezeichnete die Regisseure Yuval Abraham und Rachel Szor als »Verräter« und kündigte an, den Entzug ihrer israelischen Staatsbürgerschaft anzustreben.

25 Minuten Beifall in Venedig

Die neue Doku von Yuval Abraham und Rachel Szor beschäftigt sich mit Einsätzen der israelischen Armee in Gaza – die Macher von »No Other Land« haben Chance auf Goldenen Löwen

IDF übt scharfe Kritik an »Naza« und weist Vorwurf zum angeblich genehmigtem Angriff auf 500 Zivilisten zurück

»Die IDF haben niemals einen Angriff geplant, genehmigt oder durchgeführt, bei dem erwartet wurde, dass 500 Zivilisten oder auch nur annähernd so viele getötet werden«, heißt es von der Armee

Kulturminister will Filmemachern Staatsbürgerschaft entziehen

Seine ehemalige Parteikollegin, nun Mitglied der rechtsextremen »Jüdischen Macht« meint, der Film sei eine »komplette Erfindung von Israel-Hassern von innen«. Gleichzeitig kritisierte sie........

© Juedische Allgemeine