Der alte Hass trägt heute Palästinaflaggen
07. Juni 2026 – 22. Siwan 5786
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Der alte Hass trägt heute Palästinaflaggen
Wie der kulturelle Boykott Israels die Ausgrenzung von Juden normalisiert
Manchmal sagen mir Menschen: »Sarah, kannst du bitte mal aufhören, nur über Israel zu sprechen? Kannst du bitte mal aufhören, über Antisemitismus zu sprechen? Wir können es nicht mehr hören.« Glauben Sie mir: Nichts würde ich lieber tun.
Ich würde so gerne aufhören, darüber nachzudenken, darüber zu sprechen, die Menschen immer wieder mit dieser alten, ungelösten Frage zu konfrontieren. Aber das Problem ist: Wir leben in einer Zeit, in der dieser alte Hass, diese alte Menschenverachtung wieder laut, sichtbar, stolz und ohne Scham durch Europas Straßen marschiert. Nur diesmal nicht mit Stiefeln und Hakenkreuzen. Sondern mit Palästina-Flaggen.
Nicht mit dem offenen Satz: »Wir hassen Juden.« Sondern mit der Behauptung, man sei doch nur gegen diese angeblich bösen »Zionisten«. Doch am Ende trifft dieser Hass auf Israel immer auch Juden. Und er erklärt Juden wieder zu Freiwild.
»Mehr Mut zu unbequemen Wahrheiten!«
Die Jüdische Allgemeine ist mit dem Tacheles-Preis ausgezeichnet worden. Hier dokumentieren wir die Dankesrede von JA-Chefredakteur Philipp Peyman Engel
Das Gerücht über Israel
Die Geschichte des Antisemitismus ist eine Geschichte der Lüge. Was früher dem Juden als Individuum unterstellt wurde, wird nun Israel als Nation vorgeworfen
Ein Video, das seit einigen Tagen auf X kursiert, zeigt eskalierende Szenen vor der Biennale in Venedig. Bei Protesten gegen den israelischen Pavillon kam es zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und italienischer Bereitschaftspolizei. Die Demonstrierenden versuchten, in Richtung des Biennale-Eingangs zu marschieren, wurden jedoch von Polizeiketten gestoppt und zurückgedrängt.
Auf den Aufnahmen hört man Menschen »From the river to the sea« rufen, während schwer bewaffnete Beamte versuchen, die aufgebrachte Menge unter Kontrolle zu halten.
Warum sind diese Menschen so wütend? Weil ein Jude aus Israel in Venedig seine Kunst zeigt. Konkret geht es um den jüdisch-israelischen Künstler Belu-Simion Fainaru, der Israel auf der Biennale repräsentiert. Seine Kunst ist keine politische Propaganda. Kein Manifest. Kein Regierungsprogramm. Und........
