Wiesbaden: Wie man dem Antisemitismus und dem Islamismus eine Bühne bietet
Die hessische Landeshauptstadt hat vieles zu bieten. Thermalquellen. Eine Spielbank. Den Landtag. Und als geschmackvolle Garnitur: städtisch subventionierte Räume für iranische Revolutionsromantik und antisemitische Agitation.
Wie eine akribische Recherche von Nele Leubner im »Wiesbadener Kurier« ergab, durfte die Jugendgruppe »Salehin« gleich zweimal im Haus der Vereine in Wiesbaden-Dotzheim auftreten. Offiziell angekündigt als eine »kulturelle religiöse Jugendveranstaltung«. Es sollte um Bildung, Austausch und Gemeinschaft in einer Runde von 250 jungen Menschen gehen. Klingt harmlos, oder? War es aber nicht!
Wer das vorher noch nicht wusste, der wurde mit einem Blick auf den reich gedeckten Büchertisch schlauer, auf dem sich unter anderem die Verfassung der sogenannten Islamischen Republik Iran fand. Also jenes klerikalfaschistischen Regimes, das sein eigenes Volk seit Jahrzehnten in einem islamistischen Würgegriff hält und jüngst zehntausende Demonstranten gnadenlos abgeschlachtet hat. Was den meisten Menschenrechtskoryphäen der freien Welt kaum mehr als ein Schulterzucken abnötigte.
Aber sei es drum: Als Grußbotschafter wurde jedenfalls ein iranischer Kleriker zugeschaltet, der aus seinem Israel- und Judenhass in der Vergangenheit selten einen Hehl gemacht hat. Auf der Bühne, also live und in Farbe: ein junger Influencer, der vor Israelhass strotzt und Verständnis für die gewalttätigen Revolutionsgarden erkennen lässt. Wäre das Ganze eine Veranstaltung im Herzen Teherans, um die regimetreuen Truppen anzuheizen: geschenkt!
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