Wie Holger Friedrich und seine „Berliner Zeitung“ Juden instrumentalisieren
19. Juni 2026 – 4. Tamus 5786
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Wie Holger Friedrich und seine »Berliner Zeitung« Juden instrumentalisieren
Ob in der Debatte über den Umgang mit KI oder Kreml-Diktator Wladimir Putin: Der Verleger interessiert sich nur dann für Juden, wenn es seinen Interessen dient
Mehr Euphorie, was den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Medienbranche angeht, gibt es nirgendwo sonst. Während sich andere Redaktionen plagen mit der Debatte über Chancen und Risiken von KI, setzt der Verleger Holger Friedrich klar auf Vorwärtsverteidigung. Die »stalinistische Tradition […] der öffentlichen Selbstbezichtigung« beobachtete er, weil der frühere »Tagesspiegel«-Chefredakteur Stephan-Andreas Casdorff nach der Nutzung von KI bei zahlreichen Kommentaren seinen Hut als Autor der Zeitung nehmen musste.Auch die »Jüdische Allgemeine« nahm aus diesem Grund zwei Casdorff-Texte vom Netz. Es sei – anderswo, wohlgemerkt - »wie zu Zeiten der Inquisitionen oder kommunistischer Säuberungsprozesse«, schrieb Friedrich dazu in der »Ostdeutschen Allgemeine«, seinem im Februar gestarteten »ostdeutschen Leitmedium«.Die OAZ ist in weiten Teilen eine Kopie der 2019 von Friedrich gekauften »Berliner Zeitung«. In allerlei Hinsicht setzt sie allerdings mehr noch als das Mutterblatt auf Propaganda - für die AfD, das BSW, den Kreml, China und andere auch andere Autokratien und Diktaturen wie Belarus oder Aserbaidschan. Die Interessen ähneln sich ja erheblich.Die KI-Begeisterung ohne Wenn und Aber verkündete Friedrich am vergangenen Montag in der Redaktionskonferenz. Wer nicht mitmachen wolle, solle halt gehen, erklärte er Teilnehmern zufolge. In einer eben veröffentlichten Richtlinie Version 2.3 der OAZ dazu heißt es, der KI-Einsatz werde als »selbstverständlicher Teil des redaktionellen Werkzeugkastens« gefördert. Eine Einzelkennzeichnung von Texten mit KI-Beteiligung sei »nicht mehr zeitgemäß«.Dies vorausgeschickt wird nachvollziehbar, dass bei »Ostdeutscher Allgemeine« und »Berliner Zeitung« für Selbstkritik nach möglichen KI-»Fehleinschätzungen« kein Raum ist. Einen besonders krassen Fall sezierte jetzt die »Süddeutsche Zeitung«. Der Nachrichtenchef der Friedrich-Blätter, Harald Neuber, produzierte laut SZ »von dem vielen Irrsinn, der in diesen Tagen produziert wird« vermutlich »den irrsten«. Und zwar, indem er »Juden mal wieder zu den heimlich die Technologie und die Welt regierenden erklärt und ihnen letztlich die Verantwortung gibt für jeden Müll, den Chatbots, Sprachmodelle und andere KI-Programme und andere KI-Programme produzieren«.Es ging in Neubers Text um die Rede des thüringischen........
