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Warum Bayreuths große Pläne zum Festspieljubiläum scheitern

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16.06.2026

16. Juni 2026 – 1. Tamus 5786

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Warum Bayreuths große Pläne zum Festspieljubiläum scheitern

Schon Richard Wagner kämpfte mit Schulden und Geldproblemen. Doch dereinst sprang Bayernkönig Ludwig II. ein. Im Jubiläumsjahr 2026 ist es komplizierter

Warum kennen Menschen in, sagen wir, Tokio die oberfränkische Stadt Bayreuth? Bier? Bratwurst? Es ist wohl eher Wagner. Der Komponist Richard Wagner (1813-1883) verwirklichte hier seine bis heute einzigartige Festspielidee. Bayreuth ist weltbekannt. 

Nun steht in diesem Jahr in wenigen Wochen ein Jubiläum bevor: 150 Jahre Festspiele. Eine Gelegenheit, um zu glänzen in der Klassik-Welt, um in der ganzen Stadt zu feiern – auch mit denen, die mit der hehren Opernkunst wenig am Hut haben. Nun ja. Wäre da nicht das Geld. 

Das Jubiläum fällt deutlich kleiner und bescheidener aus als ursprünglich geplant: Das ambitionierte Vorhaben der Festspiele, alle für Bayreuth kanonisierten Werke Wagners in einer Saison aufzuführen, ist ebenso an der Finanzlage gescheitert wie die Pläne der Stadt Bayreuth für eine Festmeile zur Festivaleröffnung. 

Und dann gibt es nun auch noch scharfe Kritik an der Absage einer Gedenkveranstaltung, die sich mit der dunklen Geschichte der Festspiele, auf denen Diktator Adolf Hitler einst gerngesehener Stammgast war, auseinandersetzen sollte. 

Der Publizist Michel Friedman kritisiert die Absage in der »Süddeutschen Zeitung« scharf: »Das ist in einer Demokratie der Tod durch Selbstmord«, sagt er. »Die Ernsthaftigkeit, sich mit dem Antisemiten Wagner auseinanderzusetzen, ist durch diese Absage ad absurdum geführt.«

Einst half König Ludwig II.

Geldprobleme sind in der Geschichte rund um Wagner und Bayreuth nichts Neues. Mit schnöden Finanzierungsfragen, gar mit Schulden, hatte auch einst Richard Wagner zu kämpfen. Er hatte in Bayerns König Ludwig II. aber schließlich einen Mäzen und Bewunderer, der einsprang. 

Heutzutage in einer Demokratie ist das freilich nicht mehr so einfach, auch wenn Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) bei vielen Gelegenheiten betont, seine Zuneigung zu Wagners Werken stets vertiefen zu wollen.

Schon vor etlichen Monaten haben die Verantwortlichen auf dem Grünen Hügel das Jubiläumsprogramm im Festspielhaus aus Kostengründen eingedampft. Eigentlich sollten alle zum dortigen Repertoire gehörenden Wagner-Opern gespielt werden – plus das Frühwerk »Rienzi«. Doch diese ganz großen Pläne mussten begraben werden. »Rienzi« bleibt, und der vierteilige »Ring des Nibelungen« wird als KI-Projekt aufgeführt.

Dortmund statt Bayreuth

Und die........

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