Polizei ermittelt gegen jüdische Studenten
15. Oktober 2026 – 4. Cheschwan 5787
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Polizei ermittelt gegen jüdische Studenten
Aktivisten der Jüdischen Studierenden Union hatten sich dem rechtsextremen AfD-Politiker Hans-Thomas Tillschneider in den Weg gestellt, als dieser an einer Gedenkveranstaltung für die Opfer des rechtsextremen Anschlags teilnehmen wollte. Das hat ein juristisches Nachspiel
15.10.2026 14:27 Uhr
Die Polizei in Halle ermittelt wegen Beleidigung gegen Studenten der Jüdischen Studierenden Union Deutschland (JSUD), wie der »Tagesspiegel« berichtet. Sie sollen Landtagsvizepräsident Hans-Thomas Tillschneider (AfD) als »Nazi« beschimpft haben, als dieser versuchte, am Gedenken für die Opfer des rechtsextremen Anschlags vom Oktober 2019 teilzunehmen.
Bei Beleidigungen handelt es sich üblicherweise um ein Antragsdelikt. Heißt: Der Betroffene müsste selbst Anzeige stellen. Doch in Sonderfällen, etwa bei Personen des politischen Lebens, kann die Staatsanwaltschaft selbst tätig werden. Hans-Thomas Tillschneider hatte am Mittwoch vor dem Landtag erklärt, dass er keinen Strafantrag gestellt habe und dies auch nicht vorhabe. Die JSUD wollte sich auf Anfrage der Jüdischen Allgemeinen nicht zu laufenden Verfahren äußern.
Die Studenten hatten dem AfD-Politiker am Freitag mit einer Menschenkette den Weg zum Gedenken im Innenhof der Synagoge versperrt. Tillschneider, der dem rechten Rand der vom Verfassungsschutz als........
