Mahnmal für ermordete Zeugen Jehovas eingeweiht
24. Juni 2026 – 9. Tamus 5786
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Mahnmal für ermordete Zeugen Jehovas eingeweiht
Eine bronzene Stele am Goldfischteich im Tiergarten soll an die 15.000 Frauen und Männer erinnern, die von den Nationalsozialisten verfolgt wurden
Mit einem Festakt ist in Berlin ein Mahnmal für die im Nationalsozialismus verfolgten und ermordeten Zeugen Jehovas der Öffentlichkeit übergeben worden. Es sei ein »Mahnruf für Toleranz, nach innen und nach außen«, sagte der Direktor der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas, Uwe Neumärker, bei der Feier am Mittwoch im Berliner Tiergarten.
»Es ist kein Denkmal für eine Institution«, sagte Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU): »Es geht um die Verbeugung vor den Opfern des Nationalsozialismus.« Die Bronzestele sei dem Leid, dem Mut und der Gewissensfestigkeit der verfolgten Zeugen Jehovas gewidmet.
Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos) sagte, die Stele sei ein Mahnmal für Empathie und Toleranz. Den Organisatoren zufolge hatten sich knapp 1.000 Menschen für die Feierlichkeiten im Park angemeldet.
Widerstand gegen NS-Regime
Das fünf Meter hohe Mahnmal steht am sogenannten Goldfischteich im Tiergarten. Damit wurde nach Angaben der Stiftung ein historisch bedeutender Ort dafür ausgewählt. Bei einem damaligen Liegestuhlverleih eines Zeugen Jehovas an dem Teich seien geheime Treffen der ab 1933 verbotenen Organisation abgehalten........
