Elif Eralp und die Angst
29. Oktober 2026 – 18. Cheschwan 5787
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Elif Eralp und die Angst
Elif Eralp und die Angst
Die Linken-Politikerin traut sich nicht Terrorsympathisanten beim Namen zu nennen. Wer nicht einmal die Israelfeinde in den eigenen Reihen bekämpfen kann, kann auch keine Stadt regieren
29.10.2026 15:38 Uhr
Schreiben, was ist. Sagen, was ist. Und zum Ausdruck bringen, wie es besser sein könnte. Kein Blatt vor den Mund nehmen. Nicht übertrieben-hysterisch, aber auch nicht verklausuliert.In etwa so ließe sich das kommunikative Selbstverständnis sowohl von Journalisten als auch von Politikern zusammenfassen. Dafür gibt es häufig Widerspruch, ja, auch Gegenwind, das mag nicht immer angenehm sein, aber es ist ein Mechanismus, der für eine Demokratie elementar ist und dient der bestmöglichen Annäherung an die Wahrheit.
Allzu häufig aber kippt in unserer leicht erregbaren, hypernervösen und nicht selten auch von ebenso feindlich wie aggressiv-persönlich-herabwürdigen Tönen geprägten Gegenwart diese notwendige Kritik um in ungezügelten Hass und Hetze. Es ist keineswegs larmoyant gemeint: Journalisten wie Politiker brauchen – häufiger noch als früher – ein dickes Fell, ohne sich davon die Freiheit im Fühlen und Denken nehmen zu lassen. Doch zur Aufgabe von Journalisten und Politikern gehört es zugleich auch, sich von möglichen Anfeindungen freizumachen, so schwer es auch manchmal ist. Wer sich selbst den Mund verbietet, wenn auch aus menschlichen, nachvollziehbaren Gründen, kann seinen Beruf nur noch unzureichend ausüben.Nun hat sich herausgestellt: Die Spitzenkandidatin der Berliner Linkspartei Elif Eralp, die sich anschickt, in Kürze Regierende Bürgermeisterin der Hauptstadt zu werden, hat kapituliert vor den Islamisten und Hamas-Verstehern. Sowohl in Berlin als auch in ihrer eigenen Partei. Sie hat sich selbst einen Maulkorb auferlegt und möchte aus........
