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Fertig Idylle!

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29.05.2026

29. Mai 2026 – 13. Siwan 5786

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Am Mittwoch sticht in der Winterthurer Innenstadt ein Mann auf vorbeilaufende Passanten ein und schreit »Allahu Akbar« – ein Weckruf für die Schweiz

Es hätte überall in der Schweiz passieren können – in Zürich, Basel oder Bern. Nun hat es Winterthur getroffen, eine für Schweizer Verhältnisse mittlere, oft als ruhig und geordnet wahrgenommene Stadt. Am helllichten Tag werden Menschen aus dem Alltag gerissen. Drei Passanten werden mit einer Stichwaffe angegriffen, alle müssen ins Krankenhaus, einer davon ist schwer verletzt.

Der Täter: ein Mann, über den berichtet wird, er sei schweizerisch-türkischer Doppelbürger, mit 14 Jahren wurde er Schweizer. Offenbar war er integriert oder wirkte zumindest so. Dann ging er ins Ausland, namentlich in die Türkei, und kam zurück – islamistisch radikalisiert. So viel ist ebenfalls über ihn bekannt. Hinweise auf seine Entwicklung soll es gegeben haben. Er kam zeitweise in eine Klinik – und wurde einen Tag vor der Bluttat wieder entlassen, weil ein Arzt keine akute Gefahr für die Gesellschaft sah.

Doch die eigentliche Frage geht über diesen Einzelfall hinaus. Es ist nicht nur das Versagen einzelner Institutionen, sondern auch die Konfrontation mit einer Realität, die viele lange nicht wahrhaben wollten. Die Schweiz, die sich gern als stabil, sicher und abgeschirmt versteht, ist Teil einer globalen Entwicklung. Radikalisierung endet nicht an Landesgrenzen.

Radikale ideologische Tendenzen richten sich oft zuerst gegen jüdische Menschen und sehr bald gegen unsere Wertvorstellungen als Gesellschaft.

Radikale ideologische Tendenzen richten sich oft zuerst gegen jüdische Menschen und sehr........

© Juedische Allgemeine