menu_open Columnists
We use cookies to provide some features and experiences in QOSHE

More information  .  Close

Israel bricht Beziehungen zu EU-Außenbeauftragter Kallas ab

18 0
18.06.2026

18. Juni 2026 – 3. Tamus 5786

AboAngebote PrintAbo-Service

AboAngebote PrintAbo-Service

Israel bricht Beziehungen zu EU-Außenbeauftragter Kallas ab

Außenminister Gideon Sa’ar will mit Kaja Kallas so lange nicht mehr reden, bis sie sich für ihren angeblichen Vorwurf, Israel praktiziere Apartheid, entschuldigt

Den Vorgänger von Kaja Kallas, den Spanier Josep Borrell, hatte die Regierung von Benjamin Netanjahu noch mit demonstrativer Missachtung bestraft und ihm den ersehnten offiziellen Besuch in Israel verwehrt. Borrells Nachfolgerin als EU-Außenbeauftragte, die seit anderthalb Jahren amtiert, war schon in Jerusalem, im März 2025. Zuvor war Gideon Sa’ar, Israels Außenminister, bereits nach Brüssel geflogen, um sich mit Kallas und anderen EU-Offiziellen auszutauschen.

Doch wer geglaubt hatte, die Beziehungen zwischen der EU und Israel würden sich unter Kallas‘ Ägide verbessern, wurde spätestens am Donnerstag eines Besseren belehrt. Die EU-Chefdiplomatin verhalte sich »seit einiger Zeit besessen und in eklatanter Unfairness gegenüber dem Staat Israel«, schrieb Gideon Sa’ar auf der Plattform X.

Kallas verglich Israel mit Südafrika

Das Fass zum Überlaufen gebracht hatte eine vom Brüsseler Nachrichtenportal »Euractiv« kolportierte Äußerung Kallas‘ bei einem Aufenthalt in Mexiko Ende Mai. In einem internen Treffen stellte sie die südafrikanische Politik der Rassentrennung in einen Zusammenhang mit den Vorgängen in Israel. Der Apartheid-Vergleich kam in Jerusalem gar nicht gut an. Die Regierung zog nun überraschend den Stecker – und brach ihre Kontakte zu Kallas ab.

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Soziale Netzwerke zulassen

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem........

© Juedische Allgemeine