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Mazel Tov in Unterfranken

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10.06.2026

10. Juni 2026 – 25. Siwan 5786

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Mazel Tov in Unterfranken

Der »Kissinger Sommer« rückt zu seinem 40-jährigen Jubiläum jüdische Musik und Kultur in den Mittelpunkt. Intendant Alexander Steinbeis erklärt die Idee dahinter

Das Internationale Musikfestival feiert die jüdische Kulturgeschichte des Kurortes Bad Kissingen. Jüdische Komponisten, Interpreten und Künstler prägen das Programm der fünf Festivalwochen ab dem 11. Juni. Ein Vorgespräch mit Intendant Alexander Steinbeis.

Mazel Tov und Unterfranken, wie passt das zusammen?

Die jüdische Gemeinde dieses Kurortes gehörte früher zu den bedeutendsten in Bayern. Juden haben seit dem 13. Jahrhundert das geistige, wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben mitgeprägt – seit man ihnen die gleichen Rechte wie allen anderen gewährte. Wir wollten diesen erfüllten und schönen Teil der europäischen Kulturgeschichte ins Zentrum des Festivals rücken. Wir wollten uns nicht lediglich selbst beglückwünschen mit den Highlights aus vierzig Jahren Festivalgeschichte oder ein paar Stars präsentieren, die überall auftreten. Stattdessen schauen wir uns die reichhaltige Kulturgeschichte Bad Kissingens an.

Welche jüdischen Gäste sind nach Bad Kissingen in die Sommerfrische gereist?

Denken Sie nur an Albert Einstein, Katia Mann, Max Liebermann. Auch der Komponist Giacomo Meyerbeer hat sich hier erholt, die Schwägerin von Felix Mendelssohn, Albertine. Es gab eine große Synagoge, 1925 hatte die jüdische Gemeinde 504 Mitglieder, sie war die drittgrößte in Unterfranken. Einer der bedeutendsten Kissinger des zwanzigsten Jahrhunderts kam aus der früheren jüdischen Gemeinde: der Physik-Nobelpreisträger Jack Steinberger. Er wurde 1921 als Sohn des jüdischen Kantors im jüdischen Gemeindehaus geboren.

Albert Einstein, Katia Mann, Max Liebermann ... sie alle fuhren hier in die Sommerfrische.

Albert........

© Juedische Allgemeine