»Tänzerinnen-Brunnen« für vier Millionen Euro versteigert
05. Juni 2026 – 20. Siwan 5786
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»Tänzerinnen-Brunnen« für vier Millionen Euro versteigert
»Tänzerinnen-Brunnen« für vier Millionen Euro versteigert
Erst kürzlich wurde der Brunnen als NS-Raubgut restituiert. Seit Ende der 70er-Jahre stand er im Georg Kolbe Museum
Es war kurz nach halb sieben am Donnerstagabend, als Daniel von Schacky, Geschäftsführer und Partner des Auktionshauses Grisebach in Berlin Charlottenburg, den dunkelbraunen Auktionshammer auf das helle Holz des Pults schlug und »Vier Millionen Euro für die 390« sagte.
Damit stand fest: Der »Tänzerinnen-Brunnen« von Georg Kolbe aus dem Jahr 1922 ist verkauft. »Ich freue mich sehr, auch anzufügen, dass das ein Weltrekord für eine Skulptur oder ein Werk insgesamt von Georg Kolbe ist«, sagte von Schacky, bevor er das nächste Objekt der Sommerversteigerung aufrief.
Noch im vergangenen Sommer hatte es Streit wegen des Brunnens gegeben: Die Erben des 1942 verstorbenen jüdischen Versicherungsdirektors und Unternehmers Heinrich Stahl erhoben schwere Vorwürfe gegen das Georg Kolbe Museum in Berlin, in dessen Garten der Brunnen, den Kolbe 1922 für Stahl angefertigt hatte, stand. Stahl, der ab 1933 Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde zu Berlin war, musste die Plastik während der NS-Zeit unter Zwang veräußern.
Mögliche Einigung über Raubkunst-Plastik?
Streit um den Tänzerinnenbrunnen: Anwälte von Erben und Georg Kolbe Museum kamen zu erstem Treffen zusammen
Die Tänzerin ist Raubkunst
Heinrich Stahl musste die Statue während der NS-Zeit unter Zwang verkaufen. 1978 geriet sie an das Georg Kolbe........
