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Wahlkampfstart der Rechten – Le Pen im Aufschwung?

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25. Oktober 2026 – 14. Cheschwan 5787

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Präsidentenwahl in Frankreich

Wahlkampfstart der Rechten – Le Pen im Aufschwung?

Nach den Unruhen in Frankreich gewinnt Marine Le Pen in Umfragen weiter hinzu. Doch Antisemitismusvorwürfe gegen ihren politischen Ziehsohn, RN-Chef Jordan Bardella, belasten die Partei

 25.10.2026 16:24 Uhr

In den Wahlkampf um das französische Präsidentenamt startet die rechtsnationale Kandidatin Marine Le Pen mit Rückenwind. Die Unruhen am Rande von Demonstrationen in Frankreich am vergangenen Wochenende haben ihrer Partei Rassemblement National (RN) für eines ihrer Kernthemen – die Sicherheit im Land – den roten Teppich ausgerollt.

Während Präsident Emmanuel Macron und seine Mitte-rechts-Regierung von vielen Seiten der Bevölkerung Wut auf sich ziehen, legt Le Pen in der neuesten Ifop-Umfrage seit den Ausschreitungen mit Blick auf die Wahl in rund einem halben Jahr weiter zu. Demnach erreicht sie je nach Kandidatenkonstellation 34 bis 38 Prozent der Stimmen im ersten Wahlgang – ein bis zwei Punkte mehr als vorher. In der zweiten Wahlrunde steht Le Pen in sämtlichen Szenarien der Untersuchung als Gewinnerin da.

Rede in Orléans setzt offiziellen Startschuss für Wahlkampf

Ob die Unruhen den Zuwachs verursacht haben, lässt sich aus den Daten nicht ableiten. Es ist aber eine gute Ausgangsposition für die 58-Jährige, die beim RN-Parteikongress am Wochenende in einer Arena in Orléans vor Tausende Parteianhänger ans Rednerpult treten wird, um den Wahlkampf offiziell zu eröffnen. Am 18. April 2027 entscheiden die Menschen in Frankreich, wer neuer Präsident oder neue Präsidentin wird. Erhält niemand die absolute Mehrheit der Stimmen, fällt die Entscheidung in einer Stichwahl am 2. Mai.

Le Pen gibt sich schon jetzt präsidial: Am Tag nach den schweren Ausschreitungen vom 17. Oktober veröffentlichte sie ein Video mit einer Ansprache an die Französinnen und Franzosen – an einem breiten dunklen Tisch sitzend, die Hände gefaltet, Frankreichs Flagge im........

© Juedische Allgemeine