USA und Israel bereiten offenbar neue Angriffe auf Iran vor
22. Oktober 2026 – 11. Cheschwan 5787
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Washington D.C./Jerusalem/Teheran
USA und Israel bereiten offenbar neue Angriffe auf Iran vor
Die Streitkräfte beider Länder an konkreten Plänen für eine neue Angriffswelle, die nach den amerikanischen Zwischenwahlen am 3. November beginnen könnte. Wie könnte ein solcher Einsatz aussehen?
22.10.2026 11:50 Uhr
Die USA und Israel stellen sich auf eine mögliche Wiederaufnahme des Krieges gegen Iran ein. Nach Informationen der »New York Times« arbeiten die Streitkräfte beider Länder an konkreten Plänen für eine neue Angriffswelle, die nach den amerikanischen Zwischenwahlen am 3. November beginnen könnte. Ziel wäre es, den Druck auf das Teheraner Regime so weit zu erhöhen, dass es bei den Verhandlungen über sein Atomprogramm und die Kontrolle der Straße von Hormus Zugeständnisse macht.
Dem Bericht zufolge bereiten sich die Streitkräfte auf einen kurzen, aber besonders intensiven Einsatz vor. Dazu gehören verstärkte Militärübungen, bei denen Kampfflugzeuge auch über dem Irak Manöver für mögliche Angriffe trainieren. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth erörterte die Optionen demnach in dieser Woche bei einem Treffen mit Ministerpräsident Benjamin Netanjahu in Israel.
Als mögliche Ziele gelten iranische Energieanlagen, Einrichtungen des Atomprogramms sowie Bestände an Raketen und Drohnen. Einige amerikanische Planer gehen davon aus, dass eine dreitägige Offensive ausreichen könnte, um die iranische Wirtschaft so schwer zu treffen, dass die Führung in Teheran ihre bisherige Verhandlungsposition überdenken muss. Nach fast acht Monaten Konflikt haben die bisherigen militärischen Maßnahmen, Sanktionen und die amerikanische Seeblockade noch keine entscheidenden Zugeständnisse bewirkt.
Umstrittene Einschätzung
Die Einschätzung, ein weiterer massiver Angriff könne das Regime zum Einlenken zwingen, ist keineswegs unumstritten. Iran hat den wirtschaftlichen Belastungen bislang standgehalten. Zudem hatten die amerikanisch-israelischen Angriffe zwischen Februar und April weltweit die Energiepreise und die Inflation steigen lassen. Gleichzeitig verschärfte sich die Sicherheitslage im Nahen Osten, während die Vorräte des US-Militärs an Abfangraketen erheblich beansprucht wurden.
Dana Stroul, die in der Regierung von Joe Biden für die Nahostpolitik im US-Verteidigungsministerium zuständig war, sieht deshalb keinen überzeugenden Beleg dafür, dass eine Fortsetzung der militärischen Kampagne die strategische Lage........
