menu_open Columnists
We use cookies to provide some features and experiences in QOSHE

More information  .  Close

USA könnten Krieg auch ohne Öffnung der Straße von Hormus beenden

10 0
31.03.2026

31. März 2026 – 13. Nissan 5786

AboAngebote PrintAbo-Service

AboAngebote PrintAbo-Service

USA könnten Krieg auch ohne Öffnung der Straße von Hormus beenden

»Die vollständige Öffnung der Straße ist etwas, woran die Regierung arbeitet, aber die Kernziele der Operation sind klar definiert worden«, sagt Regierungssprecherin Karoline Leavitt

 31.03.2026 09:36 Uhr

Während die militärische Operation gegen den Iran weiterläuft, zeichnet sich in Washington eine doppelte Strategie ab: Einerseits signalisiert das Weiße Haus seine Bereitschaft, den Konflikt auch ohne vollständige Öffnung der Straße von Hormus zu beenden. Andererseits verschärft Präsident Donald Trump seine Drohungen gegen zentrale Energieanlagen der Islamischen Republik.

Regierungssprecherin Karoline Leavitt machte deutlich, dass die freie Passage durch die Meerenge nicht zu den entscheidenden Zielen gehöre. »Die vollständige Öffnung der Straße ist etwas, woran die Regierung arbeitet, aber die Kernziele der Operation sind klar definiert worden«, sagte sie. Diese bestünden vor allem darin, Irans militärische Fähigkeiten zu schwächen und dessen Atomambitionen zu stoppen.

Die Aussagen deuten darauf hin, dass Washington einen Abschluss der Operation auch dann in Betracht zieht, wenn Teheran weiterhin Einfluss auf die wichtige Handelsroute ausübt. Trotz schwerer Angriffe ist es dem Iran bislang gelungen, den Schiffsverkehr zumindest teilweise zu beeinträchtigen und damit den globalen Ölmarkt unter Druck zu setzen.

Entscheidendes Ergebnis

Zwar wurden nach intensiven diplomatischen Bemühungen zuletzt wieder einzelne Durchfahrten ermöglicht, doch bleibt die strategische Lage angespannt. Die Kontrolle über die Meerenge könnte sich langfristig als eines der entscheidenden Ergebnisse des Konflikts erweisen.

Außenminister Marco Rubio stellte zugleich klar, dass die USA eine dauerhafte Blockade nicht akzeptieren würden. »Die Straße wird auf die eine oder andere Weise geöffnet«, sagte er. Entweder werde sich der Iran an internationales Recht halten – oder eine internationale Koalition werde dies durchsetzen.

Spanien sperrt Luftraum für an Iran-Krieg beteiligte Flugzeuge

Die Militärbasen Rota und Morón waren bereits für am Krieg beteiligte US-Militärflugzeuge gesperrt. Nun eskaliert der Streit weiter

Erneut iranisches Geschoss von Nato in der Türkei abgefangen

Schon wieder muss ein Nato-Abwehrsystem ein Geschoss aus dem Iran im türkischen Luftraum abfangen. Es ist bereits der vierte Vorfall dieser Art seit Beginn des Iran-Kriegs

Bericht: Trump prüft Militäreinsatz zur Uran-Bergung im Iran

Setzen die USA im Iran auch Bodentruppen ein? Trump erwägt laut einem Medienberichten, angereichertes Uran mit Gewalt zu beschlagnahmen

Präsident Trump selbst schwankt öffentlich zwischen Verhandlungsoptimismus und massiven Drohungen. In sozialen Netzwerken sprach er von »großen Fortschritten« in Gesprächen mit einem »neuen und vernünftigeren Regime« in Teheran. Eine Einigung könne »bald erreicht werden«.

Komplizierte Verteidigung

Gleichzeitig stellte er für den Fall eines Scheiterns weitreichende Angriffe in Aussicht. Die USA seien bereit, »alle Stromerzeugungsanlagen, Ölfelder und die Insel Kharg vollständig zu zerstören«, erklärte Trump. Auch Entsalzungsanlagen könnten ins Visier geraten – Ziele, die bislang bewusst verschont worden seien.

Besondere Aufmerksamkeit gilt der Insel Kharg, dem wichtigsten Exportknotenpunkt für iranisches Öl. Trump hatte bereits zuvor offen über mögliche Schritte gesprochen: »Vielleicht nehmen wir Kharg Island ein, vielleicht auch nicht. Wir haben viele Optionen.«

Die strategisch gelegene Insel gilt als verwundbar. »Ich glaube nicht, dass sie dort eine echte Verteidigung haben. Wir könnten sie sehr leicht einnehmen«, sagte der Präsident. Eine dauerhafte Kontrolle wäre jedoch deutlich komplizierter. »Unsere Truppen müssten eine Zeit lang dort bleiben.«

Militärexperten weisen darauf hin, dass die derzeitige US-Truppenstärke in der Region zwar für begrenzte Operationen ausreiche, nicht jedoch für eine groß angelegte Invasion. Eine Einnahme der Insel würde zudem erhebliche Risiken bergen und könnte die Energiemärkte weiter destabilisieren. Zeitplan und offene Fragen

Nach Angaben des Weißen Hauses könnte die Operation bereits in wenigen Wochen abgeschlossen sein. Leavitt verwies auf eine ursprünglich angesetzte Dauer von vier bis sechs Wochen und sagte: »Wir sind heute bei Tag 30 – Sie können sich den Rest ausrechnen.« im

Armee: Drei Terrorangriffe auf israelische Soldaten binnen eines Tages

Zwei Terroristen greifen IDF-Angehörige mit Autos an, ein dritter Angreifer läuft mit einem Messer auf Militärs zu

Rubio verteidigt Iran-Kurs: »Wir werden unsere Ziele in Wochen erreichen«

Der US-Außenminister fasst die Ziele seines Landes so zusammen: »Erstens die Zerstörung ihrer Luftwaffe. Zweitens die Zerstörung ihrer Marine. Drittens eine drastische Reduzierung ihrer Raketenfähigkeiten. Und viertens die Zerstörung ihrer Produktionsstätten«

Spanien sperrt Luftraum für an Iran-Krieg beteiligte Flugzeuge

Die Militärbasen Rota und Morón waren bereits für am Krieg beteiligte US-Militärflugzeuge gesperrt. Nun eskaliert der Streit weiter

Versammlung »Kufiyas in Buchenwald« nach Weimar verlegt

Die Gedenkstätte Buchenwald begrüßt die Verlegung einer umstrittenen Versammlung aus dem Lagergelände. Am Jahrestag der Befreiung steht die Erinnerung an die Opfer der NS-Gewaltherrschaft im Mittelpunkt, nicht politischer Protest

Erneut iranisches Geschoss von Nato in der Türkei abgefangen

Schon wieder muss ein Nato-Abwehrsystem ein Geschoss aus dem Iran im türkischen Luftraum abfangen. Es ist bereits der vierte Vorfall dieser Art seit Beginn des Iran-Kriegs

Merz stellt nach Krieg Beitrag für Straße von Hormus in Aussicht

Beim Besuch des syrischen Übergangspräsidenten spielt auch der Iran-Krieg eine Rolle. Der Kanzler dringt auf ein schnelles Ende der Kämpfe

Iran hängt zwei Anhänger der Volksmudschahedin

Seit Kriegsbeginn geht die iranische Justiz mit äußerster Härte gegen mutmaßliche Spione und Kritiker vor. Nun werden zwei Männer gehängt, die einer im Iran verbotenen Gruppe angehören

Bericht: Trump prüft Militäreinsatz zur Uran-Bergung im Iran

Setzen die USA im Iran auch Bodentruppen ein? Trump erwägt laut einem Medienberichten, angereichertes Uran mit Gewalt zu beschlagnahmen

232 Verletzte binnen eines Tages – Raketen aus Iran, Drohnen aus Jemen

Seit Beginn des Krieges vor gut einem Monat wurden mehr als 6000 Menschen in israelischen Kliniken behandelt

+49 30 275833 0 Mo-Do 9-17 Uhr Fr 9-14 Uhrverlag@juedische-allgemeine.deredaktion@juedische-allgemeine.de

© 2026 Jüdische Allgemeine Impressum/Datenschutzerklärung/AGB/Privatsphäre


© Juedische Allgemeine