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Pancho Vladigerov: Meister der Klänge

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23. September 2026 – 12. Tischri 5787

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»Imanuels Interpreten« (25)

Pancho Vladigerov: Meister der Klänge

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Pancho Vladigerov: Meister der Klänge

Er studierte in Berlin, kooperierte mit Max Reinhardt und komponierte umwerfende Symphonien. Dennoch ist er fast nur in seinem Heimatland bekannt

Würde man Berliner auf der Straße fragen: »Wer war Pancho Vladigerov?«, hätte so gut wie niemand eine Antwort. »Hä? Pancho wer?« Dabei hat er in Berlin gelebt, gearbeitet und Ehrungen erhalten. Dies allerdings vor fast 100 Jahren. Wer sich hingegen in Sofia auf die Straße stellt und dieselbe Frage dort stellt, wird von jedem einzelnen Passanten einen halbstündigen Vortrag bekommen.

Es ist ein Paradoxon, dass ausgerechnet Vladigerov, der über mehrere Genres hinweg großartige Kompositionen schrieb, fast nur in seinem Heimatland bekannt ist. Die Musik-Akademie in Sofia trägt seinen Namen. Einer ihrer ehemaligen Studenten ist Yassen Velchev. Der mit einem absoluten Gehör und seltener Begabung ausgestattete Pianist und Komponist, der auch die legendäre Pop-Jazz-Funk-Band »Te« leitete, bereut, dass er nie Vladigerov-Kompositionen spielte. »Das liegt an meinen Lehrern«, sagt er gegenüber der Jüdischen Allgemeinen.

»Vladigerov ist mein Lieblingskomponist. Seine reichen Harmonien und Melodien sind so nah am Jazz«, erklärt Yassen Velchev. Ihm zufolge ist »Vardar - Die bulgarische Rhapsodie« das Paradestück Vladigerovs. »Aber all seine Kompositionen sind fantastisch. Alle enthalten vertraute Rhythmen und Melodielinien.«

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Musiker einer früheren Generation, deren Lehrer Pancho Vladigerov war, wollen diese Zeit nicht missen. Mein Freund Milcho Leviev, der Jazz-Pianist und Komponist, der selbst zu einer bulgarischen Musik-Ikone wurde und im Oktober 2019 im Alter von 81 Jahren starb, sprach in den höchsten Tönen von ihm und der Erfahrung, bei ihm zu lernen.

Pancho........

© Juedische Allgemeine