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Nur jeder sechste Israeli fährt mit Bus oder Bahn zur Arbeit, andauernde Staus als Folge

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03. September 2026 – 21. Elul 5786

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Nur jeder sechste Israeli fährt mit Bus oder Bahn zur Arbeit, andauernde Staus als Folge

Trotz Milliardeninvestitionen in den öffentlichen Nahverkehr wird dieser weniger genutzt als erhofft

 03.09.2026 09:09 Uhr

Israels Straßen werden voller, doch der öffentliche Nahverkehr kann von dieser Entwicklung kaum profitieren. Neue Zahlen des israelischen Zentralamts für Statistik zeigen, dass der Anteil der Beschäftigten, die für den Weg zur Arbeit öffentliche Verkehrsmittel nutzen, innerhalb eines Jahrzehnts deutlich gesunken ist. Gleichzeitig greifen laut einem Bericht von »Ynet« immer mehr Menschen auf das eigene Auto zurück.

Im Jahr 2025 nutzten lediglich 16 Prozent der Israelis ab 20 Jahren Busse, Bahnen oder andere öffentliche Verkehrsmittel für ihren Arbeitsweg. Rund zehn Jahre zuvor waren es noch 20 Prozent. Etwa 62 Prozent fuhren dagegen mit einem privaten oder gewerblich genutzten Fahrzeug zur Arbeit. Dieser Anteil stieg im selben Zeitraum von 58 auf 62 Prozent.

Das Ergebnis fällt besonders auf, weil Israel sein öffentliches Verkehrsnetz in den vergangenen Jahren erheblich ausgebaut hat. Neue Bahnstrecken und Stadtbahnprojekte wurden eröffnet oder erweitert. Gleichzeitig haben die Staus auf den Straßen vielerorts zugenommen.

Bus verliert an Bedeutung

Besonders stark ist der Rückgang im Jerusalemer Bezirk. Dort sank der Anteil der Pendler mit öffentlichen Verkehrsmitteln von 30 auf 23 Prozent. Im Zentralbezirk fiel er sogar von 19 auf 12 Prozent. Im Großraum Tel Aviv nutzen heute 22 Prozent der Beschäftigten Bus und Bahn für den Arbeitsweg, nach 26 Prozent vor etwa zehn Jahren. Im Haifa-Bezirk ging der Anteil von 21 auf 18 Prozent zurück. Im Norden liegt er inzwischen nur noch bei 8,1........

© Juedische Allgemeine