Neues ELES-Stipendium unterstützt jüdische Mediziner bei ihrer Promotion
02. September 2026 – 20. Elul 5786
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Neues ELES-Stipendium unterstützt jüdische Mediziner bei ihrer Promotion
Die Bewerbungsphase beginnt heute. Vorgesehen ist eine Förderung über zwölf Monate
02.09.2026 16:08 Uhr
Das Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk (ELES) erweitert seine Begabtenförderung um ein eigenes Programm für jüdische Nachwuchsmediziner. Mit dem zum Herbst 2026 startenden »Dr. Kalinski-Stipendienprogramm« sollen Humanmediziner unterstützt werden, die nach Abschluss ihres Studiums eine wissenschaftliche Doktorarbeit beginnen. Die Finanzierung erfolgt aus Mitteln des Nachlasses des Arztes Siegmund Kalinski.
Die Bewerbungsphase beginnt am 1. September. Vorgesehen ist eine Förderung über zwölf Monate mit einem monatlichen Stipendium von 1300 Euro. Zusätzlich erhalten die Geförderten die Möglichkeit, sich innerhalb des ELES-Netzwerks mit anderen Stipendiaten auszutauschen und zu vernetzen. Bewerbungen können das ganze Jahr über eingereicht werden, die Vergabe erfolgt fortlaufend.
Hintergrund für das neue Programm ist eine besondere Finanzierungslücke bei medizinischen Promotionen. Nach dem dritten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung, mit dem das Studium der Humanmedizin abgeschlossen wird, entscheiden sich manche Absolventen dafür, zunächst mehrere Monate an einem Forschungsvorhaben zu arbeiten. Medizinische Doktorarbeiten dauern häufig zwischen einem halben und einem ganzen Jahr und lassen sich wegen des zeitlichen Aufwands nur schwer mit einer regulären Erwerbstätigkeit verbinden.
Weg in die medizinische Forschung
Mit dem Stipendium will ELES deshalb jüdischen Nachwuchsmedizinern ermöglichen, sich während dieser Phase stärker auf ihre wissenschaftliche Arbeit zu konzentrieren. Gleichzeitig soll jungen Ärzten der Weg in die medizinische Forschung erleichtert werden. Nach Angaben des Studienwerks können auf diese Weise auch Forschungsprojekte unterstützt werden, die langfristig zur Weiterentwicklung der Humanmedizin beitragen.
ELES-Geschäftsführerin Michal Or sieht in dem Programm eine Ergänzung der bisherigen Förderung: »Mit dem neu geschaffenen Stipendienprogramm vervollständigt........
