Fall eines Grenzpostens erleichterte Hamas-Angriff auf Be’eri
24. September 2026 – 13. Tischri 5787
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Fall eines Grenzpostens erleichterte Hamas-Angriff auf Be’eri
Einer Untersuchung zufolge war die Einheit nicht auf einen groß angelegten Überraschungsangriff vorbereitet
24.09.2026 12:30 Uhr
Der Fall eines israelischen Militärpostens am Gazastreifen hat am 7. Oktober 2023 den Weg für den palästinensischen Terrorangriff auf den Kibbuz Be’eri freigemacht. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung der israelischen Armee. Demnach war die dort stationierte Einheit auf einen groß angelegten Überraschungsangriff nicht ausreichend vorbereitet. Beim mehrstündigen Kampf um den Posten Paga wurden 18 Soldaten und Kommandeure getötet, 22 weitere wurden verletzt. »The Times of Israel« und andere israelische Publikationen berichteten.
Der Stützpunkt liegt westlich von Be’eri und trägt offiziell die Bezeichnung »Magen Be’eri«, also »Beschützer von Be’eri«. Am Morgen des 7. Oktober wurde er von schätzungsweise 60 bis 80 Hamas-Terroristen angegriffen und schließlich überrannt. Nach Einschätzung der Ermittler ermöglichte dies weiteren Terroristen das Eindringen in das nahegelegene Be’eri.
In dem Kibbuz wurden an diesem Tag 101 Zivilisten und 31 Angehörige der Sicherheitskräfte getötet. 30 Bewohner sowie zwei weitere Zivilisten wurden als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt. Die Untersuchung des Paga-Postens gehört zu einer Reihe von militärischen Aufarbeitungen der Kämpfe und Massaker während des Hamas-Angriffs vom 7. Oktober.
Ausrüstung und Verteidigungsanlagen
Die Untersuchung wurde von Oberst Ori Ron geleitet, dem israelischen Verteidigungsattaché in Brasilien. Sie umfasste die Kämpfe am Posten und in dessen Umgebung. Die Ermittler besuchten den Schauplatz und werteten nach Angaben der Armee unterschiedliche verfügbare Informationsquellen aus.
Das Ergebnis fällt für die damalige Einsatzvorbereitung deutlich aus. Die für den Posten zuständige Kompanie sei »nicht ausreichend auf die Mission vorbereitet« gewesen. Das betraf laut der Untersuchung sowohl die Ausrüstung der Soldaten als auch die Verteidigungsanlagen des Stützpunkts.
Die Ermittler kamen zu dem Schluss, dass das Geschehen auf eine grundsätzliche Schwäche bei der Vorbereitung auf einen koordinierten Überraschungsangriff hindeutete. Das Ergebnis der Schlacht »spiegelt das systemische Versagen wider, sich auf einen umfassenden Überraschungsangriff vorzubereiten und die Verantwortung für die Verteidigung des Sektors gegen einen solchen Angriff wahrzunehmen«, heißt es in der Untersuchung.
»Heldenhafte Leistungen«
Gleichzeitig hebt der Bericht auch das Verhalten einzelner Soldaten hervor. Trotz der extrem schwierigen Lage habe es »heldenhafte Leistungen und bemerkenswerte eigenständige Handlungen« von jüngeren Kommandeuren und Soldaten gegeben.
Alltag vor dem 7. Oktober
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