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Clive Davis: Der Mann, der den Sound ganzer Generationen prägte, ist tot

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23.06.2026

23. Juni 2026 – 8. Tamus 5786

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Clive Davis: Der Mann, der den Sound ganzer Generationen prägte, ist tot

Der jüdische Musikmanager entdeckte und förderte Bands und Künstler wie Earth, Wind & Fire, Chicago, Santana, Whitney Houston, Barry Manilow und Barbra Streisand

 23.06.2026 10:03 Uhr

Die Musikwelt verliert eine ihrer einflussreichsten Figuren: Clive Davis ist im Alter von 94 Jahren gestorben. Der legendäre Musikmanager, Produzent und Talentscout, der Karrieren von Künstlern wie Whitney Houston, Janis Joplin, Bruce Springsteen, Billy Joel und vielen anderen entscheidend prägte, starb am Montag in seinem Haus in Manhattan. Nach Angaben seines Sprechers sei Davis friedlich an altersbedingten Beschwerden im Kreis seiner Familie und seiner Angehörigen eingeschlafen.

Für viele Künstler war der Jude Clive Davis weit mehr als ein Plattenmanager. Er galt als jemand, der außergewöhnliche Stimmen und Songs früh erkannte und ihnen den Weg zu einem Millionenpublikum ebnete. Sein Einfluss reichte über Jahrzehnte und Genres hinweg – von Rock und Soul über Jazz und Country bis hin zu Hip-Hop.

Seine Familie würdigte ihn als eine Persönlichkeit, deren Vision und unermüdlicher Anspruch an Qualität die Musikgeschichte verändert hätten. »Für die Welt war unser Vater die legendäre Musikikone, deren Vision, Instinkt und unermüdliches Streben nach Perfektion den Soundtrack unzähliger Leben geprägt haben«, hieß es in einer Erklärung. »Er entdeckte, förderte und unterstützte die größten Künstler der modernen Musikgeschichte und hinterlässt einen unauslöschlichen Einfluss auf die Kultur, der über Generationen hinweg bestehen wird.«

Geboren wurde Clive Jay Davis am 4. April 1932 in Brooklyn. Seine Eltern starben früh, dennoch schaffte er den Aufstieg durch Bildung und harte Arbeit. An der New York University und später an der Harvard Law School studierte er erfolgreich. Mit Musik hatte seine Ausbildung zunächst wenig zu tun: Seine Karriere begann als Anwalt.

»Es gab keinen Ersatz für harte Arbeit. Man musste es sich verdienen«, sagte Davis 2011 in einem Interview. »Ich habe jedes Stipendium verdient, das ich brauchte, um mich durch die juristische Fakultät und das College zu bringen.«

Der Weg ins Musikgeschäft begann eher zufällig. Nach seinem Jurastudium wurde er aus einer Anwaltskanzlei heraus zum Chefjuristen von Columbia Records berufen. »Ich wurde drei Jahre nach meinem Abschluss aus einer Anwaltsfirma herausgeholt,........

© Juedische Allgemeine