Breites Bündnis fordert Klartext beim Thema Islamismus
30. Juli 2026 – 16. Aw 5786
AboAngebote PrintAbo-Service
AboAngebote PrintAbo-Service
Breites Bündnis fordert Klartext beim Thema Islamismus
Die meisten Muslime in Deutschland lehnten islamistische Ideologien ab. Gerade deshalb müssten sie ihnen »innerhalb der eigenen Gemeinschaft entschlossen entgegenzutreten«, heißt es in einem von 23 Organisationen unterzeichneten Aufruf
30.07.2026 11:46 Uhr
Nach dem CSD-Angriff in Berlin haben insgesamt 23 Organisationen einen entschlosseneren gesellschaftlichen Umgang mit Islamismus gefordert. In einer gemeinsamen Erklärung warnen sie davor, das Phänomen weiterhin als Randerscheinung oder ausschließlich importiertes Problem zu betrachten.
Der Anschlag habe »auf erschütternde Weise gezeigt«, dass Islamismus »uns alle« betreffe. Den Opfern des Attentats sowie ihren Angehörigen und der LGBTQI-Community sprachen die Unterzeichner ihr tiefes Mitgefühl aus. Zugleich betonen sie, Islamismus sei »Teil unserer Realität – und muss auch als solcher behandelt werden«.
In der Erklärung, die unter anderem von der Werteinitiative, Honestly Concerned und dem Jungen Forum der Deutsch-Israelischen Gesellschaft unterzeichnet wurde, heißt es, beim Rechtsextremismus habe sich inzwischen die Erkenntnis durchgesetzt, dass er aus der Mitte der Gesellschaft erwachsen könne. Beim Islamismus fehle dieses Bewusstsein dagegen häufig noch. Wenn auch deutsche Staatsbürger islamistische Gewalttaten verübten, werde deutlich, dass Radikalisierung in der eigenen Gesellschaft entstehe – »in unseren Städten, religiösen und kulturellen Gemeinden, in unseren digitalen Räumen«.
Entschlossenes Entgegentreten
Die Unterzeichner wenden sich gegen eine Auslagerung der Verantwortung. Weder dürfe das Problem einzelnen gesellschaftlichen Gruppen zugeschrieben werden, noch könne seine Bekämpfung allein den Sicherheitsbehörden überlassen bleiben. Der Attentäter habe sich nach eigener Auffassung im........
