Das Gebet am Ende der Mahlzeit
24. Oktober 2026 – 13. Cheschwan 5787
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Das Gebet am Ende der Mahlzeit
Was unsere Weisen über Dankbarkeit lehren
Tischgebete kennen alle Weltreligionen. Doch während sich beispielsweise Christen vor dem Essen für das »tägliche Brot« bedanken, steht in der jüdischen Tradition der Dank am Ende der Mahlzeit.
Im Midrasch Tanchuma (Lech Lecha 12) wird erzählt, wie bereits Awraham seine Gäste dazu anhielt. Als er Menschen bewirtete und sie ihn dafür segnen wollten, sagte ihnen der Stammvater, sie sollten demjenigen danken, »der der ganzen Menschheit Speise und Trank gibt und dem Menschen den Atem des Lebens einhaucht«. Als sie ihn fragten, wie sie ihre Dankbarkeit bekunden könnten, antwortete er: »Sagt: ›Gepriesen sei der Herr, der für alle Ewigkeit gepriesen sein soll; gepriesen sei Er, der allen Seinen Geschöpfen Brot und Nahrung gibt.‹«
Wer Brot gegessen hat, soll das Tischgebet sagen
In der Tora (5. Buch Mose 8,10) ist folgende Anweisung zu lesen: »Und du sollst essen und satt werden und Haschem, deinen Gott, preisen für das gute Land, das Er dir gegeben hat.« Im Satz davor (8,9) wird ausdrücklich das Brot erwähnt. Wer also Brot gegessen hat oder es mit seinen Gästen gebrochen hat (Brachot 45a), soll das Tischgebet, das Birkat Hamason, sagen.
Im Talmud ist ein ganzes Kapitel den Details des Tischgebets gewidmet. Dem Text ist zu entnehmen, dass es sich zunächst um........
