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»Gefilte Fuck« und andere Provokationen

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19.10.2026

19. Oktober 2026 – 8. Cheschwan 5787

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»Gefilte Fuck« und andere Provokationen

Ein neuer Sammelband beleuchtet jüdische Identitäten, Antisemitismus und den Kampf dagegen in der Szene

Noch bevor der Sammelband Jüdische Identitäten und Antisemitismus im Punk von Tobias Johann und Andreas Borsch überhaupt erhältlich war, sorgte er für Aufregung. In einem Beitrag im »Freitag« berichtete Verleger Jörg Sundermeier von den Reaktionen, sobald der Verbrecher Verlag ein Buch zu den Themen Antisemitismus oder Judentum ankündige. Ihm zufolge wurde bei einem Geschäft sogar die Belegschaft online bedroht, nur weil man dort auf das Buch hingewiesen hatte. Man könnte meinen, der Sammelband sei seinem Gegenstand bereits gerecht geworden. Denn Punk lebt von der Provokation.

Die jüdischen Wurzeln des frühen Punks sind unbestritten. 2008 untersuchte Steven Lee Beeber in Die Heebie-Jeebies im CBGBʼs erstmals die Entstehung der amerikanischen Punkbewegung auf den jüdischen Hintergrund seiner wichtigsten Protagonisten. 2018 folgte Oy Oy Oy Gevalt! Jews and Punks von Michael Croland, der auch am vorliegenden Sammelband beteiligt ist. Dieser schließt nun an die Arbeit der beiden an, erweitert die Diskussion aber um Texte zum Antisemitismus im Punk. Der fand bislang nur in einzelnen Beiträgen, etwa in Judenhass Underground von Nicholas Potter und Stefan Lauer, Erwähnung.

»Punk ist jüdisch«, resümierte Lee Beeber damals. Trotzdem, so Croland in dem Band des Verbrecher Verlags, hätten in den Anfangsjahren nur wenige Punkbands ihre........

© Juedische Allgemeine