Zu Besuch im Silicon Wadi
19. Juli 2026 – 5. Aw 5786
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Zu Besuch im Silicon Wadi
Israels größter Technologiepark will IT-Talente nach Haifa locken. Das ist gar nicht so einfach
Welche Geräusche hört man in einem Technologie-Zentrum? Lastwagen beim Einparken? Die Kühlanlagen von Rechenzentren? Der Matam-Park in Haifa klingt anders. Wer das Gelände aus Richtung Süden betritt, kommt zuerst an einem Kindergarten und einem Basketballplatz vorbei. Und wenn der Wind vom Meer her weht, sind manchmal sogar die Lautsprecheransagen der Rettungsschwimmer zu hören.
Etwa 15.000 Menschen arbeiten hier. Und es soll ihnen an nichts fehlen. Denn Israel ist ein kleines Land. Abgesehen von einem Erdgasfeld vor der Küste und beliebten Mineralstoffen aus dem Toten Meer kann es kaum auf Rohstoffe zurückgreifen. Die wichtigste Ressource sind daher kluge Köpfe. Absolventen des Technion in Haifa zum Beispiel, der ältesten technischen Hochschule des Landes. Mit ihrer Ausbildung sind sie weltweit gefragt. Und Israel kann es sich nicht leisten, sie ans Ausland zu verlieren.
Auf dem Silbertablett
»Seinen guten Ruf bekam Matam zuerst dank weitläufiger Flächen und der guten Verkehrsanbindung zwischen den Autobahnen zwei und vier«, sagt der Historiker Yossi Ben-Artzi von der Universität Haifa. 1972 siedelte sich das erste israelische Unternehmen auf dem Gelände an. Nur zwei Jahre später folgte der bedeutende kalifornische Halbleiterhersteller Intel. Eine Erfolgsgeschichte begann.
Im Januar 1984 konnte die israelische Zeitung »Maariv« bereits von 4000 Angestellten berichten, die ihr »wissenschaftliches Industriezentrum« (so die Langform des hebräischen Akronyms Matam) liebevoll »Silicon Wadi« nannten. Dieser Spitzname ist an das »Silicon Valley« angelehnt, den Ballungsraum von Hightech-Unternehmen nahe San Francisco. Das arabische Wort »Wadi« bedeutet Tal und begegnet einem auch in den Namen der Haifaer Stadtviertel »Wadi Salib« und »Wadi Nisnas«.
Der Zeitungsartikel zählt exklusive Vorteile auf, die den Angestellten »wie auf........
