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Wenn das Schofar zur Hoffnung ruft

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11.09.2026

11. September 2026 – 29. Elul 5786

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Wenn das Schofar zur Hoffnung ruft

Warum auch in bewegten Zeiten Zuversicht wachsen kann

Es beginnt nicht mit einer Eilmeldung. Nicht mit einem politischen Statement, keiner Sirene und keinem Bildschirm, der uns erklärt, was als Nächstes geschieht. Es beginnt mit einem Ton. Roh. Klar. Unverstellt. Ein Schofar erklingt. Für einen Augenblick wird alles andere still. Die Nachrichten. Die Bilder. Die Debatten. Die Sorgen des Alltags. Und plötzlich hören wir etwas, das eindringlicher ist als jede Schlagzeile: den Ruf der Hoffnung.

Rosch Haschana 5787 kommt in eine Welt, die vor großen Herausforderungen steht. Aber es ist auch eine Welt voller Menschen, die helfen, aufbauen, heilen, trösten und Verantwortung übernehmen. Jeden Tag entscheiden sich Unzählige für Empathie statt Gleichgültigkeit, für Frieden statt Hass und für Zusammenarbeit statt Spaltung. Vielleicht überhören wir all dies Gute manchmal, weil schlechte Nachrichten lauter dröhnen. Aber es ist da.

Unser Volk hat nicht nur überlebt, es hat immer wieder neues Leben geschaffen

Gerade in schwierigen Zeiten wird eine besondere Kraft wichtig: Solidarität. Auch für das jüdische Volk war und ist sie von unschätzbarem Wert. Das ist eines der größten Wunder der jüdischen Geschichte. Unser Volk hat nicht nur überlebt, es hat immer wieder neues Leben geschaffen. Aus zerstörten Städten entstanden neue Gemeinden. Nach verbrannten Büchern bauten wir neue Schulen. Aus unserem Schmerz sprachen wir Gebete. Heute lernen jüdische Kinder in Israel von ihren Eltern Hebräisch. An der Kotel pulsiert jüdisches Leben. Überall auf der Welt werden Schabbat-Tische gedeckt, Synagogen gefüllt und Tora-Worte........

© Juedische Allgemeine