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Von Gottesmördern und »Genozid«

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02. August 2026 – 19. Aw 5786

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Von Gottesmördern und »Genozid«

Renommierte Autoren wie Eva Illouz und Jeffrey Herf wenden sich in einem Sammelband gegen die Umdeutung des 7. Oktober

Es dauerte nicht einmal Tage, bis nach dem 7. Oktober 2023 die Empathie mit den Opfern des Massakers der Hamas einer zunächst latenten, dann immer lauter werdenden Anklage gegen Israel wich. Der Band Umkämpfte Geschichte. Einsprüche gegen die Umdeutung des 7. Oktober geht dieser Debatte nach. Strukturen des Antisemitismus, Boykottaufrufe, Deutungen und Bedeutungen des Genozidvorwurfs sowie historische Parallelen werden in den Blick genommen; renommierte internationale Autorinnen und Autoren kommen zu Wort.

So untersucht die französisch-israelische Soziologin Eva Illouz, ob es sich bei Antizionismus um eine Form von Antisemitismus handelt. Sie zeigt die identische Binärstruktur auf und analysiert historische Schlüsselmotive des Antisemitismus im Antizionismus: »zerstörerische Macht und böswillige Ränkespiele«. Während es einst Ziel des Zionismus gewesen sei, Juden »Würde und Unabhängigkeit zurückzugeben«, reduziere der Antizionismus Israel auf die israelische Politik und schreibe ihr Schuld und Verbrechen zu. Mit der Verurteilung des Antisemitismus als »Strategie zur Förderung israelischer Interessen« nähmen Antizionisten Juden die Definitionsmacht und entzögen sich a priori dem Vorwurf des Antisemitismus, während sie ihn........

© Juedische Allgemeine