Demut ist größer als Erfolg
28. August 2026 – 15. Elul 5786
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Demut ist größer als Erfolg
Demut ist größer als Erfolg
Was die Tora über Dankbarkeit, Besitz und den respektvollen Umgang mit anderen lehrt
In Eretz Israel beginnt für den Bauern die Zeit der Ernte. Die ersten Feigen sind gereift, die Trauben der Rebstöcke nehmen Farbe an, und die Granatäpfel färben sich allmählich dunkelrot. Mit Schilfbändern in der Hand geht er früh am Morgen hinaus auf seine Felder, die er mit schweißtreibender Arbeit bestellt hat, und in seinen Garten, den er mit großer Mühe pflegt. Noch liegt die Kühle des Morgens über dem Land. Sorgfältig bindet er ein Schilfband um die ersten reifen Früchte. Er wählt nicht irgendwelche aus, sondern die schönsten. Gerade diese ersten und kostbarsten Früchte legt er später in einen Korb, um sie nach Jerusalem zu bringen.
Dort spricht der Bauer die in der Tora vorgeschriebene Erklärung der Bikkurim vor einem Kohen, wie sie im 5. Buch Mose (26, 5–10) festgelegt ist. Rabbiner Samson Raphael Hirsch übersetzt: »Du aber beginnst und sagst vor dem Angesichte Gottes, deines Gottes: Ein Aramäer, dem Untergange nahe, war mein Vater; da zog er nach Mizrajim, nahm dort seinen Fremdlingsaufenthalt mit geringer Zahl, und dort wurde er zu einem großen Volke, stark und zahlreich. Da misshandelten uns die Mizrer und quälten uns und legten uns harte Arbeit auf. Da führte Gʼtt uns aus Mizrajim hinaus mit starker Hand … und brachte uns zu diesem Ort, gab uns dieses Land, ein Land, das von Milch und Honig fließt.«
Abstieg nach Ägypten, Versklavung, Erlösung und Gabe des Landes
Bemerkenswert ist, worüber der Bauer spricht. Er berichtet nicht von seiner harten Arbeit. Er erwähnt weder die Mühen des Pflügens noch die Ungewissheit des Wetters. Er spricht weder über seinen Fleiß noch über sein wirtschaftliches Geschick. Stattdessen erzählt er die Geschichte des jüdischen Volkes: vom Abstieg nach Ägypten, der Versklavung, der Erlösung und schließlich der Gabe des Landes.
Damit lehrt die Tora eine Wahrheit,........
