Damit es grünt
30. August 2026 – 17. Elul 5786
AboAngebote PrintAngebote E-PaperAbo-Service
AboAngebote PrintAngebote E-PaperAbo-Service
Die Gemeinden machen sich Sorgen über die Folgen des Klimawandels – und suchen gemäß Tikkun Olam nach Auswegen
Den Rauch des Brandes konnte man sogar von der Autobahn bei Aachen aus sehen, berichtet Friedrich Thull, Geschäftsführer der Jüdischen Gemeinde Aachen. Das Feuer ist mittlerweile gelöscht, und auch der Wald- und Moorbrand im belgischen Naturschutzgebiet Hohes Venn südlich von Aachen konnte eingedämmt werden. Nordrhein-Westfalen sei von der anhaltenden Trockenheit trotz einiger Schauer stark betroffen, sagt der Geschäftsführer. Auch der Rasen im Synagogengarten sei durch die Hitze verbrannt. Dort habe das Day Camp des Jugendzentrums stattgefunden. »Ich weiß nicht, ob sich der Rasen noch einmal erholt.«
Auch Judith Neuwald-Tasbach lebt in NRW. Wenn sie durch ihre Stadt geht, ist sie deprimiert. »Der Sommer zeigt uns, wie schlimm unsere Zukunft aussehen könnte. Die Rasenflächen sind gelb, manche Bäume werfen bereits ihre Blätter ab.« Der Grund dafür war der ausbleibende Regen. Wochenlang hat es in Gelsenkirchen kaum geregnet, die Trockenheit ist immer noch deutlich spürbar. »In der Stadt wurde viel begrünt, doch inzwischen sind viele Grünflächen gelb und vertrocknet.«
Sparsam mit Wasser umgehen
Im kleinen Vorgarten der Alten Synagoge schwächeln die Sträucher und das Kirschbäumchen. Ebenso leiden die Pflanzen in ihrem eigenen Garten. Rund um eine kleine Wiese hat Neuwald-Tasbach Sträucher und Blumen gepflanzt. Die Hortensien sind inzwischen verblüht, doch die Teerose trägt noch immer prächtige Blüten. »Ich gieße nur die Pflanzen in den Töpfen und versuche, sparsam mit dem Wasser umzugehen.«
Morgens und abends füllt sie drei Vogeltränken mit Wasser und beobachtet, wie durstig die Tiere sind. Auch die Situation an den Flüssen bereitet ihr Sorgen. Rhein und Elbe führen derzeit deutlich weniger Wasser. »Unsere Versorgung gerät unter Druck, weil Containerschiffe wegen des Niedrigwassers nicht mehr voll beladen fahren können.« Auch der Lebensraum etlicher Tiere schwindet dadurch. »Viele Fische leiden unter den hohen Wassertemperaturen und dem Sauerstoffmangel.«
Weiter sagt........
