»Wenn ich einmal reich wärʼ …«
11. September 2026 – 29. Elul 5786
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»Wenn ich einmal reich wärʼ …«
»Wenn ich einmal reich wärʼ …«
An Neujahr, so sagt der Talmud, legt Gʼtt die Summe fest, die wir im kommenden Jahr verdienen werden. Warum wir trotzdem arbeiten, planen und gut haushalten sollten
Wenn es um das Verhältnis vieler Menschen zu Geld und Reichtum geht, dann trifft das Lied »If I Were a Rich Man« aus dem Musical Fiddler on the Roof den Nagel auf den Kopf. Darin richtet sich der Protagonist Tevye an G’tt und schwärmt davon, wie sehr sein Leben besser wäre, wenn er einmal reich wäre – er müsste nicht mehr arbeiten, er wäre im Besitz einer prächtigen Villa, und seine Frau Golde hätte endlich ein richtiges Doppelkinn.
Viele von uns können sich sicherlich mit Tevye und seinen Träumen (zumindest mit den meisten) identifizieren. Nicht umsonst wurde das Lied im Juni dieses Jahres von CBS News in die Liste der 250 bedeutendsten US-amerikanischen Lieder aufgenommen. Doch können wir einen Einfluss darauf nehmen, ob wir arm oder reich sind?
Streben nach materiellem Reichtum
Natürlich muss zuvor betont werden, dass wahrer Reichtum laut der jüdischen Auffassung nicht darin liegt, viel Geld oder materiellen Besitz zu haben, sondern mit seinem Anteil zufrieden zu sein (Pirkei Avot 4,1). Unsere Weisen haben erkannt, dass das Streben nach materiellem Reichtum den Menschen nicht glücklich machen wird, und solange er die Anhäufung von Geld als Zweck betrachtet, wird er ungesättigt und unglücklich bleiben – auch mit 800 Milliarden Dollar auf dem Bankkonto, so wie Elon Musk laut dem Magazin »Forbes«.
Elon Musks Tweet im Februar 2026 »Whoever said ›money can’t buy happiness‹ really knew what they were talking about« ist ein gutes Beispiel dafür. Dennoch benötigen wir Geld, um uns zu ernähren, und der Broterwerb gehört zu den Pflichten des Menschen. Im Rahmen dieser Pflicht ist........
