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„Verräter raus!“

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14.09.2026

14. September 2026 – 3. Tischri 5787

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Vor 75 Jahren starb der Dirigent. 1933 vertrieben ihn die Nazis vom Pult der Sächsischen Staatskapelle

Adolf Busch ist untröstlich. Am 14. September 1951 ist sein nur anderthalb Jahre älterer Bruder Fritz gestorben. Im Februar des Jahres hatte der Dirigent zum ersten Mal seit seiner Emigration aus Nazi-Deutschland wieder im Heimatland konzertiert, hatte bei der Wiener Staatsoper Aussichten auf die Anstellung als Generalmusikdirektor und konnte im südenglischen Glyndebourne wieder anknüpfen als Dirigent dieses Opernfestivals, das er ab 1934 mit aufgebaut und musikalisch geprägt hatte. 17 Vorstellungen bei den Opernfestspielen von Edinburgh lagen gerade hinter ihm, die letzte war Mozarts »Don Giovanni« am 8. September. Sechs Tage später erliegt der umtriebige Orchesterleiter im Londoner Hotel Savoy seinem Herzleiden.

Der Bruder schreibt am 1. Oktober an seinen Schwager, dass ihn der Tod von Fritz sehr traurig mache. Er habe »eine große Arbeit angefangen: den 6. Psalm für Chor, Orch. u. Orgel«. Das Werk wird sein Vermächtnis werden: Kurz vor seinem eigenen Tod, am 9. Juni 1952, kann Adolf Busch diese ausdrucksstarke Arbeit vollenden.

Seite an Seite sind die beiden berühmtesten Kinder der Eheleute Wilhelm und Henriette Busch durch ihr Leben gegangen. Fritz kam am 13. März 1890 in Siegen zur Welt, Adolf am 8. August 1891; beide lernten im familiären Rahmen ihr Instrument – der Ältere Klavier, der Jüngere Geige. Mit dem Vater muggten sie sich durchs Land. Ein Umzug nach Siegburg, später nach Köln machte eine gründliche musikalische Ausbildung möglich. Beide studierten am Conservatorium der Musik, beide begegneten früh dem Komponisten Max Reger, einem Mentor, der zum Freund werden sollte und dessen Erbe sie........

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