Trumps Iran-Krieg: Wann kippt ihm die Maga-Wählerbasis weg?
Donald Trumps größeres Iran-Problem liegt nicht in Hormus oder Teheran. Es wabert zu Hause. In Maga-Land. Noch hält die kultähnliche Bewegung still, die ihn zweimal ins Amt getragen hat. Aber das Knirschen wird lauter.
Der Rücktritt von Joe Kent ist beispielhaft. Er war ein Warnsignal aus dem inneren Ring. Wenn Trumps früherer Anti-Terror-Chef den Krieg als Folge israelischen Drucks darstellt, wird das „America First“-Volk misstrauisch.
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Von einem Aufstand kann noch keine Rede sein. Die Republikaner stehen laut Umfragen zu über 70 Prozent hinter Trump, noch. Die Bruchlinie verläuft nicht zwischen Trump und seiner Basis. Sondern zwischen Luftangriffen und All-out-War. Hier wird die Loyalität porös.
Solange Trump Härte ohne Sumpf verkaufen kann, bleibt die Basis bei ihm
Nur sieben Prozent der Amerikaner befürworten den potenziell verlustreichen Einsatz von Bodentruppen. Um die Seestraße von Hormus wieder befahrbar zu machen für die Öltanker, ist aber genau das nach Ansicht von Militärs notwendig.
Wenn in steigender Zahl tote US-Soldaten in die Heimat geflogen werden müssen, wenn der Krieg weiter ohne klares „Endgame” läuft, wenn der Ölpreis Richtung 150 Dollar klettert, wird Trumps Rückhalt an der Basis schwinden; auch weil kriegskritische Influencer wie Tucker Carlson tatsächlich eines sind: einflussreich.
Für die Wahlen im Kongress in sieben Monaten heißt das: Solange Trump Härte ohne Sumpf verkaufen kann, bleibt die Basis bei ihm. Wird aus Iran Irak 2.0, also teuer und blutig, kippt die Rechnung. Maga verzeiht vieles. Aber nicht auf Dauer den Verrat an der Gründungslüge – dass Donald Trump Amerika aus den Kriegen im Nahen Osten heraushalten würde.
